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Facebooks schlimmster Alptraum

Der neue Trend heißt Privatspäre: Während Online-Netzwerke wie Facebook die privaten Informationen ihrer Nutzer immer unverblümter für Werbezwecke ausschlachten und unkontrolliert nach außen geben, setzen Neulinge wie Piczo.com bewusst auf Kontrolle und Privatsphäre. Und die Welle trifft den Zeitgeist.

In Deutschland sind die Nutzerzahlen der auf Teenager spezialisierten Web2.0-Plattform in nur knapp zwölf Monaten von Null auf über 2 Millionen gestiegen und greift Seiten wie Bebo, Myspace, Facebook oder SchülerVZ an. Weltweit hat das 2004 gegründete Unternehmen aus San Francisco laut Comscore bereits mehr zwölf Millionen Unique User (eindeutig unterscheidbare Nutzer) und über eine Milliarde Seitenaufrufe monatlich.

Damit zählt das Unternehmen zu den Top-50 der weltweiten Webseiten. Fast 75 Prozent der Piczo-Mitglieder sind weibliche Teenager. Vor wenigen Wochen wurden Ableger in Japan und Korea gestartet, die noch in der Betaphase sind. Jeremy Verba, CEO von Piczo, hofft aber auf einen ähnlichen Erfolg wie hierzulande.

Besonders Teenager gelten als äußerst lukrative Zielgruppe für Online-Netze, da sie weit mehr Zeit mit der Kommunikation mit anderen verbringen als ältere Zielgruppen. Das hat auch Seiten wie die frühere Studentenwebseite Facebook angelockt, die erst sich erst Mitte 2006 für alle Nutzergruppen geöffnet hatte. Seitdem ist der Web-Traffic laut Web-Consulter Comscore um fast 90 Prozent angestiegen, und Mitte 2007 waren alleine rund vier Millionen 12- bis 17-Jährige angemeldet.

Das wir immer stärker zum Problem, das Szenemagazin » Valleywag berichtet jetzt davon, dass sogar pornografische Werbung über so genannte „Widgets“ – kleine Programme – ungefragt auf Nutzerseiten erscheint.

Der Kinder- und Jugendschutz hat durch die zahlreichen und unkontrolliert wachsenden sozialen Netzwerke mit ihren offenen Schnittstellen längst einen kritischen Punkt überschritten. Weltweit nehmen es die die Betreiber zahlreicher Netzwerke mit Jugendschutz nicht so genau. Kontrollen der Anmeldepersonalien werden nicht vorgenommen, weil es das Wachstum behindern könnte, Pornografie und illegale Inhalte werden so auch für Minderjährige leicht zugänglich.

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