Fairer Wettbewerb gefordert
AMD will Intel mit neuem Chip Druck machen

Der US-Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) will mit der Einführung eines neuen Prozessors im Jahre 2007 seine Marktposition ausbauen und dem Konkurrenten Intel im Gegenzug Marktanteile abnehmen.

HB DRESDEN. Wenn der Wettbewerb fair sei, werde AMD weiter wachsen, sagte der Chef des US-Unternehmens, Hector Ruiz, am Dienstag in Dresden. Weltweit gebe es Anzeichen, dass die Kartellbehörden sich für gleiche Wettbewerbsbedingungen einsetzen. Konkrete Marktanteilsziele habe sich AMD jedoch nicht gesetzt. „Intel ist im Moment besser“, räumte Ruiz ein. Trotzdem habe AMD neue Kunden gewonnen, etwa Dell in den USA oder IBM für kommerzielle Produkte.

Im kommenden Jahr werde AMD die Quad-Core-Technik einführen, die Intel bereits anbiete. „Wir gehen davon aus, dass wir ein starker Konkurrent auf dem Markt sind“, sagte Ruiz. Er erwarte einen anhaltenden Preiswettbewerb bei Mikrochips.

Wie der Dresdner AMD-Geschäftsführer Hans Deppe am Dienstag am Rande eines Festaktes anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Standortes in sächsischen Metropole erklärte, handele es sich bei dem Vierkern-Prozessor um eine neue Technologiegeneration, sagte Deppe. „Das eröffnet ungeahnte Rechnermöglichkeiten“, sagte Deppe.

Mit dem Standort Dresden ist AMD zehn Jahre nach dem ersten Spatenstich zufrieden. „Wir brauchen keinen Vergleich mit Asien zu scheuen“, sagte der Chef der Dresdner Fabrik, Hans Deppe. Vier Mrd. Euro habe das Unternehmen in Sachsen investiert. Bis 2008 wolle AMD noch einmal so viel Geld in neue Anlagen stecken. Derzeit arbeiten 3000 Beschäftigte in Dresden für den US-Konzern.

Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte auf der Veranstaltung stärkere Forschungsanstrengungen in Deutschland. Deutschland hinke bei Software immer stärker der internationalen Konkurrenz hinterher, klagte die Kanzlerin. Im Dezember werde erstmalig ein nationaler IT-Gipfel stattfinden.

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