Festnetzpreise werden gesenkt: Telekom reagiert auf Marktanteils-Verlust

Festnetzpreise werden gesenkt
Telekom reagiert auf Marktanteils-Verlust

Die Konkurrenten jagen der Deutschen Telekom beim Verkauf schneller Internetverbindungen (DSL) zunehmend Marktanteile ab. Auch im Ortsnetz büßt der Ex-Monopolist kontinuierlich ein. Der Branchenführer krempelt daher sein Tarifschema im Festnetz komplett um und bietet erstmals auch ein Pauschalpreis für Ortsgespräche - eine so genannte Flatrate - an.

HB BONN. „Den Wettbewerbsunternehmen ist es im vergangenen Jahr gelungen, die Marktanteile im Breitbandbereich mit großen Schritten zu steigern“, sagte der Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP), Matthias Kurth, auf der Jahrespressekonferenz in Bonn. In einzelnen Ortsnetzen hätten sie zusammen teilweise Marktanteile von etwa 50 % erreicht.

Die Zahl der breitbandigen Anschlüsse sei zum Jahresende 2004 in Deutschland auf rund 6,9 Mill. gestiegen von 4,5 Mill. im Jahr davor, gab Kurth bekannt. Von den breitbandigen Anschlüssen entfielen rund 6,7 Mill. auf die DSL-Technologie. Der Anteil der Telekom-Konkurrenten bei DSL-Anschlüssen sei auf etwa 17 % von rund neun Prozent gestiegen. „Natürlich ist die Dominanz der Telekom noch da, aber es findet eine Aufholjagd statt, und diese Aufholjagd gewinnt immer mehr an Dynamik“, sagte Kurth. Dies sei auch am Geschäft mit neuen Kunden zu sehen, wo der Anteil der Wettbewerber im Jahresdurchschnitt 33 % betragen habe.

Auch im Ortsnetz konnten die deutlich kleineren Telekom-Wettbewerber aufholen. Im Jahresdurchschnitt erreichten sie hier einen Marktanteil von etwa 33 % nach 17 % im Durchschnitt des Jahres 2003, erläuterte Kurth. „Seit der Marktöffnung 2003 konnten die Wettbewerber in sehr, sehr großen Schritten ihren Marktanteil steigern.“ Das gelte sowohl für die freie Anbieterwahl über Call-by-Call als auch für die feste Betreibervorauswahl (Preselection). „Erfreulich ist, beide Kuchen wachsen weiter. Die Entwicklung ist nicht auf Kosten der Ortsnetzbetreiber gegangen“, erläuterte Kurth.

Generell sei ein Trend zu Pauschaltarifen und so genannten Flatrates zu erkennen. Die Wettbewerbsdynamik sei intakt, das sei auch an den Preisen zu sehen. „Mittlerweile ist unbegrenztes Telefonieren im Inland für 20 € möglich.“

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