Firewall zusätzlich zum Virenscanner ratsam
Neuer Virus kommt durch die Hintertür

Die Virenexperten von Sophos warnen vor einem neuen Wurm namens Doomjuice (W32/Doomjuice-A). Er verbreitet sich über das Internet und hält nach Computern Ausschau, die mit MyDoom-A infiziert sind, der sich Ende Januar rastend schnell über das weltweite Datennetz verbreitet hat.

HB DÜSSELDORF. Dabei nutzt Doomjuice allerdings nicht wie sein Vorgänger die E-Mail, um in die Rechner zu gelangen, sondern macht sich genau die Hintertür zunutze, die MyDoom-A bei den infizierten PCs geöffnet hat.

Die Virenexperten hatten bereits vor einem möglichen Hoch- und Runterladen von Dateien über diese Backdoor gewarnt. Alle Rechner, die seit einer MyDoom-Infektion nicht gesäubert und gesichert wurden, können als Wirt für Doomjuice dienen. Sobald der Wurm es geschafft hat, sich auf diese PCs zu laden, kann er sie missbrauchen, um eine Attacke gegen die Unternehmenswebsite von Microsoft zu starten. Die Sophos-Analysten halten es für sehr wahrscheinlich, dass Doomjuice und MyDoom von demselben Virenautor geschrieben wurde.

Dieser neue Virenvorfall zeigt, dass Computernutzer neben dem Virenscanner unbedingt auch eine Firewall installieren sollten. Nur mit dieser Doppelstrategie könnten Angriffe von außen wirksam abgewehrt werden, sagt Sophos-Virenexperte Gernot Hacker .

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