Firmengründer Lazaridis erhofft sich durch immer raffiniertere Anwendungen mehr Kunden
Blackberry wirbt um Tüftler mit frischen Ideen

Wenn die Pläne von Mike Lazaridis aufgehen, werden bis Ende dieses Jahres fünf Millionen Menschen weltweit den Taschencomputer Blackberry nutzen. Dem Gründer und Co-Chef des Blackberry-Produzenten Research In Motion (RIM) ist das jedoch nicht genug.

HB MÜNCHEN. 2006 will der 43-Jährige Manager die Kundenzahl weiter deutlich steigern. Damit das Kultgerät der Manager noch attraktiver wird, sollen freie Software-Entwickler immer neue Anwendungen für den Blackberry auf den Markt bringen.

„Für Entwickler bietet unsere Plattform riesige Chancen“, sagte Lazaridis dem Handelsblatt. Was den mobilen Zugang zu E-Mails angehe, sei RIM weltweit führend – und daher werden sich Programme für den Blackberry hervorragend verkaufen, ist Lazaridis überzeugt. RIM selbst könne von den neuen Anwendungen dadurch profitieren, dass die Software bestehenden Kunden einen zusätzlichen Nutzen bringe und die Geräte zudem für weitere Zielgruppen interessant würden.

RIM avancierte innerhalb weniger Jahre zum größten Anbieter von Taschencomputern, so genannten Personal Digital Assistants (PDAs). Schlüssel des Erfolgs ist eine Technik, mit der die Nutzer ihre E-Mails unterwegs auf Mini-Rechnern lesen können, mit denen sich auch telefonieren lässt. Jeder Vierte weltweit verkaufte PDA stammt nach Angaben der Marktforscher von Gartner aus den Fabriken des kanadischen Unternehmens. RIM liefert dabei nicht nur die Apparate, sondern auch das Betriebssystem und die Software, die den Datenaustausch möglich macht.

Die Geschäfte laufen derzeit wie geschmiert. Im dritten Quartal verkaufte RIM 862 000 Geräte, ein Viertel mehr als im Vorjahr. Die Rivalen Hewlett Packard (HP) und Palm hingegen mussten nach den Berechnungen der Marktforscher von Gartner Einbußen hinnehmen. Insgesamt legte der Markt gegenüber 2004 um ein Fünftel zu. Die Hälfte des Zuwachses entfalle dabei auf RIM, heißt es bei Gartner.

Doch die Konkurrenz wächst. Denn der große Gewinner neben RIM war im dritten Quartal Nokia, der Weltmarktführer im Handy-Geschäft. Die Finnen sind wesentlich später als RIM in den Markt für PDAs eingestiegen, konnten aber im abgelaufenen Quartal bereits einen Marktanteil von knapp sechs Prozent erobern. Mit dem Handy-Produzenten Motorola steht nun ein weiterer großer Mobilfunkanbieter in den Startlöchern. Der neue PDA des US-Konzerns soll im ersten Quartal 2006 in die Läden kommen.

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