Flachbildschirme werden billiger
Loewe trotzt Preisverfall

Auch ohne die Fußball-Weltmeisterschaft als Absatzmotor laufen die Geschäfte des fränkischen Fernsehgeräte-Herstellers Loewe. Zwar ging der Umsatz zurück, den Gewinn konnte der TV-Geräte-Produzent aber steigern. Und auch für die Kunden gab es gute Nachrichten.

HB MÜNCHEN. Trotz eines Umsatzrückgangs von neun Prozent auf 155,1 Mill. Euro im ersten Halbjahr sei der Gewinn um drei Prozent auf 4,1 Mill. Euro gestiegen, teilte der größte deutsche TV-Geräte-Produzent am Mittwoch mit. Im Vorjahr hatte Loewe einen Schub von der Fußball-WM in Deutschland erhalten, vor der viele Verbraucher sich neue Apparate angeschafft hatten. Für dieses Jahr rechnet die Traditionsfirma wieder mit einer normalen Entwicklung, allerdings auf insgesamt höherem Niveau.

Nur bei den billigeren Modellen will Vorstandschef Rainer Hecker dem Druck auf die Verkaufspreise nachgeben. In der Regel wird der Großteil der Geräte nach der Unterhaltungselektronik-Messe IFA vor Weihnachten verkauft. Das Kronacher Unternehmen bekräftigte, es rechne für das Gesamtjahr mit einem Umsatzwachstum um ein Zehntel auf 380 Mill. Euro. Das Betriebsergebnis werde um mindestens ein Fünftel auf bis zu 18 Mill. Euro zulegen.

Auch in der zweiten Jahreshälfte setzen die Franken auf großformatige, hochauflösende Fernsehbildschirme und neue Audio- Produkte. Ein verstärkter Einsatz der 100-Hertz-Techik, mit der das TV-Bild weniger flimmert, solle sich ebenfalls auszahlen. So will Loewe seine margenträchtigen Modelle auch vor Preisverfall schützen. "Wir halten die Preise für unsere Oberklasse-Modelle stabil. Bei unseren Einsteigermodellen werden wir die Preise etwas senken", sagte Vorstandschef Hecker in einer Telefonkonferenz. Im Marktdurchschnitt würden Flachbildschirm- Fernseher in der zweiten Jahreshälfte voraussichtlich erneut um 15 bis 20 Prozent billiger.

Während die Preise für Panel-Komponenten - dem Nachfolger der Bildröhre - auf dem asiatischen Markt steigen, soll ihr Einkauf für Loewe günstiger werden. Das Unternehmen habe mit seinen Lieferanten etwas niedrigere Preise vereinbart.

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