Flatscreens werden immer preiswerter
Siegeszug der Flachmänner hält an

Die Zeit der klobigen Röhrenmonitore ist endgültig vorbei. Inzwischen geht es für den Verbraucher nur noch um eine Frage: Wie groß soll der Flachbildschirm für Büro oder Wohnzimmer sein? Dank sinkender Herstellungskosten und des erbitterten Wettbewerbs von Herstellern und Händlern werden selbst die Einsteigergeräte immer großformatiger.

DÜSSELDORF. Und es gibt noch einen Trend: Breitbild-Monitore. Sie bieten ein Seitenverhältnis von 16 zu 10, im Gegensatz zum heute verbreiteten Standard von 4 zu 3. Der Vorteil der "Wide Screen"-Geräte: Weil unser Sehverhalten mehr in die Breite als in die Höhe ausgerichtet ist und wir die Welt ebenfalls als breites Panorama wahrnehmen, ist das neue Format ergonomischer. Zudem gewinnt der Nutzer bei Computer-Anwendungen mehr Platz auf dem Monitor, was das Arbeiten erleichtert - etwa bei Excel-Tabellen mit vielen Spalten oder wenn es darum geht, zwei Seiten nebeneinander auf dem Bildschirm anzuzeigen. Und wo Profianwender bislang zwei Monitore an ihren PC angeschlossen haben (zum Beispiel für Bildbearbeitung oder Layout), könnte in Zukunft ein einziges Gerät ausreichen.

Zudem ist die komfortable Panorama-Technik nicht unbedingt ein Kostentreiber: Ein Breitbild-Display mit 20 Zoll (1680 mal 1050 Pixel Auflösung) bietet zwar deutlich mehr Bilddarstellung, kostet den Produzenten aber kaum mehr als herkömmliche 19 Zoll-Displays. Der Grund dafür liegt in der effizienteren Herstellung: Da es weniger Materialverlust beim Zuschnitt aus dem Mutterglas gibt, liegen die Produktionskosten nur wenig höher. Daher liegt der Endkundenpreis auch kaum über dem eines vergleichbaren 19-Zoll Displays.

Auch bei der Monitor-Technik gibt es Bewegung. Im Computer-Bereich dominieren heute Flüssigkristall-Bildschirme (LCD) den Markt. Bei den Fernsehgeräten sind Plasmabildschirme weit verbreitet - sie haben ein helleres und etwas kontrastreicheres Bild als ihre LCD-Kollegen. Zudem bieten sie ein größeres Farbspektrum und dominieren das Segment der besonders großen Geräte, auch wenn die LCD-Hersteller hier Boden gut machen konnten. 2007 soll nach den Prognosen der Marktforscher die Vormachtstellung der Plasma-Fernseher im Großformat allerdings noch anhalten: In den Segmenten ab 40 Zoll sollen 14,3 Millionen Plasma-Geräte und nur gut zehn Millionen LCD-Fernseher abgesetzt werden. In der Zukunft könnte allerdings eine völlig neue Technologie den Markt aufmischen: organische Leuchtdioden (OLED). Dabei werden winzige Lichtquellen aus organischem Material auf ein Trägermaterial aufgebracht, das sogar biegbar sein kann. OLED-Displays könnten in wenigen Jahren LCD- und Plasmabildschirme ersetzen, da sie kostengünstiger hergestellt werden können. Zudem brauchen sie weniger Energie und bieten einen großen Blickwinkelbereich von bis zu 170 Grad und eine hohe Schaltgeschwindigkeit, wodurch sie sich besonders gut zur Darstellung bewegter Bilder eignen. Bereits heute werden kleine OLED-Displays in MP3-Playern und Handys eingesetzt. Auch das neue iPhone von Apple soll mit der OLED-Technik ausgestattet werden.

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