Flexiblere Softwaremodelle benötigt
IT-Manager in der Pflicht

Als bei Ford das legendäre T-Modell vom Fließband lief, waren alle Wagen gleich. Heutzutage kann der Kunde bis zu sechs Tage vor der Montage sein Auto personalisieren. Veränderte Ansprüche benötigen veränderbare Software - ein Schritt, der zäh, aber unsausweichlich ist.

HANNOVER. Die IT-Industrie muss wieder stärker auf die Anwender in den Unternehmen zugehen. "Es gibt ständig neue Buzzwords, und es wird sich zu wenig darum gekümmert, was die Realität in den Unternehmen ist", sagte Gerd Wolfram, Geschäftsführer der Metro Group Information Technology, in Hannover auf einer Podiumsdiskussion anlässlich der Präsentation der Studie "Was bewegt die IT-Entscheider", die von der Unternehmensberatung Droege & Comp und dem Handelsblatt erstellt wurde.

Wolfram erhielt für seine Aussage Unterstützung anderer IT-Manager. So verwies Frank Appel, Vorstandsmitglied der Deutschen Post und unter anderem für die Informationstechnologie des Logistikkonzerns zuständig, auf das Modethema "Service orientierte Architekturen" (SOA). Unter diesem Begriff versprechen die IT-Unternehmen den Kunden seit längerem flexiblere IT-Systeme. "Viele Firmen sind noch nicht soweit, dass sie die Abläufe und Prozesse entsprechend der SOA-Architektur verändern wollen oder können. Deshalb ist die Umsetzung von SOA auch so zäh", sagte Appel. Ein Problem, das Jürgen Kunz, Deutschlandchef des Softwarekonzerns Oracle, durchaus bekannt ist. "SOA ist schwer zu kommunizieren, weil sie eigentlich nicht mit den Technikern reden müssen sondern mit denen, die die Geschäftsprozesse verantworten", sagte er.

Dabei sind es in den Augen von Karl Streibich, -Heinz den Vorstandsvorsitzenden der Software AG, gerade Themen wie SOA, die den IT-Abteilungen der Unternehmen den dringend benötigten Spielraum für Zukunftsthemen verschafft "Am Ende trägt SOA trägt dazu bei, die Kosten für den Betrieb der IT weiter zu senken und neue Geschäftsprozesse viel schneller als bisher in die IT umzusetzen", sagte Streibich. Um ein solches Konzept allerdings erfolgreich umzusetzen, sei mehr denn je eine gute IT-Governance erforderlich, also ein klar definierter Gesamtrahmen für die Prozesse, Abläufe und Verantwortlichkeiten.

Die IT-Abteilungen benötigen dringend zusätzlichen Spielraum. Denn Investitionen in neue und innovative Informationstechnologie stehen stärker als bisher auf der Agenda der IT-Manager in den Unternehmen. Das zeigt die aktuelle Umfrage von Droege & Comp. unter 395 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

"Der Vertrieb rückt bei den IT-Ausgaben stärker in den Vordergrund. Zwar stehen weiterhin Kosten und Effizienz auf der Agenda. Aber die Erwartungen an die Informationstechnik hinsichtlich der künftigen Wachstumsstrategie sind gestiegen", sagte Torsten Frankenberger, Partner bei Droege & Comp.

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