Flut der lästiger Werbe-Emails erreicht
Kampf dem Spam im Kinderzimmer

Seit Computer und Internet in das Kinderzimmer eingezogen sind, erhalten auch Kinder und Jugendliche Spam-Mails mit anzüglichem oder sogar pornografischem Inhalt.

hiz DÜSSELDORF. Die Initiative "no abuse in internet" (naiin), warnt vor der zunehmenden Verbreitung von Spam-Mails mit kinderpornografischen Inhalten. Problematisch dabei sei, dass Otto-Normal-Surfer dadurch direkt mit illegalen Angeboten in ihrer Posteingangsbox konfrontiert werden.

Junge Surfer sitzen oft stundenlang unbeaufsichtigt vor dem Bildschirm, erforschen das Internet und übersehen dabei schnell die vielen Spam-Fallen. Zum Beispiel sammeln Spammer in Chat-Rooms oder Newsgroups - also überall dort, wo eine E-Mail-Adresse anzugeben ist - Adressen ein und missbrauchen sie für ihre Zwecke.

Eltern sollten sich bewusst sein: Das Internet ist eine große Bereicherung, aber dort lauern auch Gefahren. Um nicht in die Spam-Falle zu tappen, ist es wichtig, dass Eltern ihre Kinder aufklären und auch selbst einige grundlegende Regeln beherzigen.

Im Rahmen der Inititative haben die Sicherheitsexperten von Sophos sechs einfache Tipps zusammengestellt, um der Spam-Flut entgegenzuwirken:

1. Gehen Sie nie auf Angebote in Spam-Mails ein. Klicken Sie nichts an und beantworten Sie diese E-Mails nicht. Auch nicht, um die unerwünschten Werbe-Mails abzubestellen. Mit der Antwort bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse und sie gewinnt für die Spammer enorm an Wert.

2. Legen Sie sich mehrere E-Mail-Adressen zu. Die Erst-Adresse erhalten nur Freunde, Verwandte oder Kollegen. Die Zweit-Adresse könnte bei Online-Registrierungen oder in Newsgroups verwendet werden. Denn: Spammer setzen so genannte ‘Web Bots’ ein, die automatisch im Internet nach E-Mail-Adressen suchen.

3. Ist Ihnen der Absender der E-Mail unbekannt? Dann löschen Sie diese unangeforderte E-Mail sofort und ungeöffnet. Viele Spam-Nachrichten enthalten sexuell anstößige Texte und stellen dadurch eine enorme Belästigung dar.

4. Verlassen Sie sich beim Thema Spam nicht auf Kindersicherungsprogramme. Diese Art von Filtersoftware ist machtlos gegenüber Spam-Mails.

5. Deaktivieren Sie die automatische Vorschau-Funktion in Ihrem E-Mail-Pogramm - wie zum Beispiel bei Microsoft Outlook. Spammer können feststellen, ob eine Nachricht automatisch angezeigt wurde und folglich ob die E-Mail-Adresse gültig ist – selbst dann, wenn sie ungeöffnet und unbeantwortet bleibt.

6. Wenn Sie zum Beispiel während Ihres Urlaubs automatische Abwesenheitsnotizen versenden wollen, sollten Sie unbedingt sicherstellen, dass nur auf Kontakte aus dem eigenen Adressbuch geantwortet wird. Spammer erhalten sonst ein wichtiges Indiz darauf, dass die genutzte E-Mail-Adresse funktioniert und versuchen es somit wieder.

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