Forscher vergleicht die Nutzung des Internets für die Unternehmenskommunikation
Deutsche Webseiten können sich sehen lassen

Deutsche Unternehmen nutzen das Internet besser als gedacht. Das ist ein zentrales Ergebnis einer Untersuchung an der Ruhr-Uni Bochum (RUB). Arne Westermann vom Institut für Medienwissenschaft der RUB hat die Internetseiten der jeweils 100 umsatzstärksten US-amerikanischen und ausländischen EU-Unternehmen mit jenen der 100 umsatzstärksten deutschen verglichen.

„Bei den Top-Unternehmen sind kaum Unterschiede auszumachen“, so Westermann. „Die deutschen Firmen aus der zweiten Reihe haben mit ihrem inhaltlichen Angebot im Vergleich zu ähnlichen Unternehmen aus den USA und den anderen EU-Ländern jedoch die Nase vorn.“

Westermann hat die „Corporate Websites“ der Unternehmen (www. unternehmen.de oder www.unternehmen.com) untersucht. Das überraschende Ergebnis: „Gerade die deutschen Firmen wie beispielsweise Fresenius, Celanese oder RWE, die in unserer Gruppe nicht zu den Top 20 nach Umsatz gehören, bieten häufig mehr Kontaktangebote als die großen internationalen Konzerne“, sagt Westermann.

Die produktbezogene Kundenansprache ist bei den entsprechenden Internetangeboten amerikanischer Unternehmen jedoch deutlich ausgeprägter: „Hier spielt E-Commerce eine größere Rolle als in Europa“, erläutert Westermann, „während sich die Corporate Websites der europäischenUnternehmen eher an die Zielgruppen Investoren und Journalisten richten.“

Vor allem die umsatzstärksten europäischen Unternehmen nutzen ihre Corporate Website häufig als Portal: Für detaillierte Informationen zu einzelnen Marken oder Produkten verweisen sie auf spezielle Internetangebote.

Die Qualität des Internetangebots variiert zudem von Branche zu Branche: Besonders gut schneiden Unternehmen aus den Bereichen Automobil, Chemie/Pharma/Gesundheit sowie Logistik/Transport/Verkehr ab. „Dies gilt sowohl für die inhaltlichen Angebote als auch für die Ausschöpfung der Möglichkeiten des Internets für die Kommunikation mit den Nutzern“, sagt Westermann.

Defizite sieht der Forscher und Kommunikationsberater hingegen bei Konsumgüter- und Nahrungsmittelherstellern sowie Handels- und Dienstleistungsunternehmen: „Diese Unternehmen gehen häufig sehr sparsam mit Informationen um.“

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