Foto-Archivierung
Der sichere Weg zur digitalen Fotosammlung

Die Leichtigkeit, mit der digitale Bilder verfügbar sind, ist sowohl Segen als auch Fluch: Den geringen Kosten fürs Urlaubsfoto steht ein stetig wachsender Speicherplatzbedarf und die zunehmend schwierige Suche nach den richtigen Bildern gegenüber. Abhilfe schafft nur eine geschickte Archivierung auf externen Medien. Handelsblatt.com sagt Ihnen, wie das geht.

DÜSSELDORF: Digitalfotos, aufgenommen in der maximalen Qualität aktueller Digitalkameras, besitzen eine Größe von 3-5 Megabyte. Bei der gegebenen Anzahl von Dateien sind da selbst 100 Gigabytes an Festplattenkapazität nicht besonders viel. Zudem geht schnell der Überblick verloren, wenn sich einige Hundert Bildern in einem Verzeichnis ansammeln. Wer nicht ständig aussortiert und die weniger gelungenen Fotos löscht, findet nach kurzer Zeit nichts mehr wieder. Abhilfe schafft nur ein regelmäßiges Archivieren aller Dateien, aber wenn man dabei kopflos vorgeht, wird das Problem lediglich auf einen externen Datenträger verlagert. Zudem ist nicht jedes Medium gleichermaßen zur Archivierung geeignet.

Theoretisch kommt natürlich jeder Datenträger in Frage, der genügend Kapazität für die Bilder zur Verfügung stellen kann. In der Praxis ist jedoch nicht jedes Medium sicher und preiswert genug. Die interne Festplatte des PCs liegt als „Sicherungsmedium“ natürlich zunächst einmal nahe. Wer hier noch 50 oder 100 Gigabyte Kapazität frei hat, kommt in Versuchung, seine Bilder in ihren Ordnern liegen zu lassen. Dort kann man leicht zur Bearbeitung auf sie zugreifen, von dort aus lassen sich bequem Präsentationen mit ihnen erstellen. Doch natürlich treten damit schnell genau die eingangs erwähnten Probleme auf.

Ein zusätzliches Risiko ist die ständige Beanspruchung der internen Platte: Mit wachsender Betriebsstundenzahl wächst auch die Gefahr eines Defekts oder einer Vireninfektion, was den unwiederbringlichen Verlust der Bilder bedeuten kann. „Gesichert“ sind die Dateien auf der internen Festplatte des PCs also keinesfalls. Wer deren Vorteile (hohe Geschwindigkeit, relativ geringe Speicherkosten) trotzdem nutzen möchte, kann zu einer externen Festplatte mit USB-Schnittstelle greifen. Um die Sicherheit der Daten auf Dauer zu gewährleisten, sollte sie allerdings nur dann angeschlossen und verwendet werden, wenn tatsächlich Bilder gesichert oder rückgesichert werden sollen.

Die wichtigste Alternative zur Festplatte sind optische Datenträger, also CD und DVD. Die Kapazität von DVDs ist groß genug, um sehr viele Dateien auf einmal sichern zu können. So müssen die Sicherungsintervalle nicht zu kurz sein, zudem werden nicht allzu viele Datenträger benötigt. Die Kosten pro Gigabyte Kapazität liegen bei DVDs außerdem mit Abstand am niedrigsten. Ein Aspekt erfordert jedoch besondere Sorgfalt: Die Qualitätsunterschiede zwischen verschiedenen Rohlingen sowie die unterschiedlichen Verträglichkeiten zwischen Brennern und Rohlingen sorgen dafür, dass nicht jede gebrannte DVD fehlerfrei ist. In der Regel ist das kein Problem, weil die Fehlerkorrektur des lesenden Laufwerks kleinere Ungenauigkeiten erkennt und ausbügelt.

Im Einzelfall kann es jedoch zu größeren Fehlern kommen, die die gebrannte DVD unbrauchbar machen. Deshalb ist es dringend empfehlenswert, das interne Betriebssystem des DVD-Brenners, die so genannte „Firmware“, immer wieder zu aktualisieren und auf dem neusten Stand zu halten. Nur so ist die optimale Abstimmung des Brenners auf die am Markt erhältlichen DVD-Rohlinge möglich. Bei unsachgemäßer Lagerung können UV-Licht und Temperaturschwankungen zudem bereits innerhalb weniger Jahre zur Zerstörung der lichtempfindlichen Schicht führen oder die Verklebung der verschiedenen DVD-Schichten auflösen. Auch wenn das nicht sehr häufig vorkommt, empfiehlt sich die Aufbewahrung bei halbwegs gleich bleibenden Temperaturen und in einem geschlossenen, vor Licht schützenden Schrank.

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