Fotodienst schreibt erstmals schwarze Zahlen
Flickr startet deutsche Webseite

Ab heute 18 Uhr wird die weltgrößte Foto-Webgemeinschaft Flickr mit einer deutschen Webseite erreichbar sein. Daneben werden auch noch sechs weitere regionale Versionen unter anderem auf koreanisch, französisch und chinesisch gestartet. Dies sagte das Management in einem Gespräch mit dem Handelsblatt.

HB BERLIN. „Deutschland ist schon heute der drittgrößte Flickr-Markt“, erklärte Brad Garlinghouse, Senior Vice President Communications und Communities bei der Flickr-Mutter Yahoo gegenüber dem Handelsblatt in Berlin. „Mit den Sprachversionen wollen wir die internationale Akzeptanz noch weiter erhöhen“.

Insgesamt sind auf Flickr heute bereits über 525 Millionen Bilder gespeichert und werden von den Nutzern gegenseitg bewertet und oft kommentiert, rund eine Millionen Bilder kommen täglich dazu. Die Zahl der Nutzer beläuft sich laut Yahoo auf über 24 Millionen, rund 8,5 Millioneb Mitglieder sind registriert. Laut Yahoo-Manager Brad Garlinghouse wird Flickr eine zentrale Rolle in der künftigen Strategie von Yahoo spielen. Bereits heute entfielen gut 50 Prozent der Aktivitäten auf Yahoo-Seiten auf Flickr. Der Bildservice ist mittlereweile standardmäßig in die Suchmaschine eingebunden und soll auch in die Social Networkingplattform Yahoo 360 (eine Konkurrenz zu Myspace) integriert werden. Flickr werde Ende 2007 erstmals „auf Kostenbasis schwarze Zahlen schreiben“, so Garlinghouse gegenüber dem Handelsblatt. Genaue Zahlen zum Geschäftsbereich weise man grundsätzlich aber nicht aus.

Yahoo hatte den Web-2.0-Pionier Flickr im März 2007 für einen ungenannten Betrag übernommen. Auf mittlere Sicht werde sich Flickr zum „Multi-Millionen-Dollar-Geschäft“ entwickeln. Schon heute gibt es Kooperationen wie mit dem Kamerakonzern Nikon. Eine bislang ungenügende Monetarisierung der enormen Nutzerbasis von Yahoo-Diensten ist nach Meinung vieler Analysten einer der Hauptgründe, warum Yahoo weit hinter den Konkurrenten zurückgefallen ist. Auf der heutigen Hauptversammlung von Yahoo im kalifornischen Santa Clara wird allgemein eine heftige Kritik von Seiten der Aktionäre erwartet. Google verdient heute netto mit rund einer Milliarden Dollar in einem Quartal mehr als Yahoo in einem ganzen Jahr (2006: 751 Mill. Dollar).

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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