Fraunhofer ISST entwickelt Bewertungsmethode für die Informationstechnologie
Welchen Geschäftswert hat IT?

Es ist unbestritten, dass Informationstechnologie aus den Unternehmen nicht mehr wegzudenken ist. Schwierig wird es allerdings immer dann, wenn deren Wert beurteilt werden soll. Eine wissenschaftlich fundierte Methodik soll den konkreten geschäftlichen Nutzen der IT ermitteln.

hiz DÜSSELDORF. Ist die Informationstechnologie (IT) für ein Unternehmen von strategischer Bedeutung und was bedeutet das in konkreten Zahlen? Die Problematik ist, dass für die Beurteilung von den komplexen Systemen aus Hard- und Software anerkannte Verfahren fehlen. Obwohl IT mittlerweile für alle Unternehmen erschwinglich und leicht verfügbar ist, sind es nicht nur die Investitionssummen, die den Wert bestimmen. Die Integration in die Arbeitsabläufe und die sinnvolle Nutzung vorhandener Daten sind Bestandteil des strategischen Wertes.

Der Absturz der New Economy, die sich wie keine Branche zuvor auf die Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologie stützte, macht deutlich, dass frisch gegründete Unternehmen Fabel-Bewertungen erhielten, die sich allein auf das visionäre Potenzial von Businessplänen und Geschäftsmodellen stützten. Fast alle Bewertungen waren weit ab vom wirklichen Geschäftswert der Unternehmen.

Die IT-Experten des Fraunhofer-Instituts für Software- und Systemtechnik ISST in Berlin entwickelten eine wissenschaftlich fundierte Methodik, die den "Business Value" erfasst, also den konkreten geschäftlichen Nutzen, der sich durch den Einsatz von IT erzielen lässt. Dabei greifen sie auf langjährige Expertise zurück: Im Auftrag von Banken, Venture Capital-Gebern und anderen Finanzinstitutionen führten die Wissenschaftler zahlreiche Untersuchungen durch, die das Ziel hatten, das Risiko geplanter finanzieller Transaktionen zu bewerten.

Die entwickelte Methode nennt sich IT Evaluation Management (ITEM). Damit ist die technische Bewertung von Software aus unternehmerischer und betriebswirtschaftlicher Sicht möglich. Der strategische Stellenwert der IT, der oft in Frage gestellt wird, kann so neutral ermittelt werden.

Nach Aussagen der Entwickler lassen sich mit ITEM beispielsweise folgende Fragestellungen klären: Welcher IT-Anbieter ist ein geeigneter Partner für das Unternehmen? Wie steht es um die Zukunftsfähigkeit eines IT-Produkts? Wie gut erfüllt die vorhandene IT die Anforderungen des Unternehmens? Wie und wo entfalten IT-Investitionen ihren geschäftlichen Nutzen? Wie effektiv und wirtschaftlich sind IT-Produktion und IT-Entwicklung?

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