freenet.de zahlt erstmals Dividende

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freenet.de zahlt erstmals Dividende

Der Internet-Dienstleister freenet.de erwartet im laufenden Jahr eine ungebrochene Wachstumsdynamik bei weiterhin hohen Gewinnen. Der Umsatz werde von 471,6 Mill. Euro auf über 650 Mill. Euro steigen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Hamburg mit.

dpa HAMBURG. Der Internet-Dienstleister freenet.de erwartet im laufenden Jahr eine ungebrochene Wachstumsdynamik bei weiterhin hohen Gewinnen. Der Umsatz werde von 471,6 Mill. Euro auf über 650 Mill. Euro steigen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Hamburg mit.

Der Gewinn vor Steuern (EBT) verdoppelte sich auf 97,7 Mill. Euro. Der Vorstand der freenet.de AG will der Hauptversammlung zum ersten Mal eine Dividende von 35 Cent pro Aktie vorschlagen. Langfristig solle rund ein Drittel des Konzerngewinns an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

Hauptgeschäft von freenet.de mit einem Umsatzanteil von 60 Prozent ist der Internet-Zugang. Dieses Segment profitierte vor allem von der wachsenden Verbreitung von schnellen DSL-Anschlüssen. Allein bei freenet wuchs die Zahl der DSL-Kunden im Jahresverlauf von 80 000 auf 350 000. „Die Verbreitung des Internets in Deutschland ist jedoch nicht gestiegen, sondern liegt mit 50 bis 52 Prozent der Haushalte im europäischen Mittelfeld“, sagte Vorstandsvorsitzender Eckhard Spoerr. Hier gebe es mittelfristig weiteres Potenzial für freenet.de.

Auch in der Sprachtelefonie, mit einem Anteil von 31 Prozent das zweitgrößte Geschäftsfeld, sei nach der Übernahme des mobilcom- Festnetzes ein ertragreicher Wachstumskurs eingeschlagen worden. Zusätzliche Aufmerksamkeit werde das Management nach dem Erwerb der Firmen Strato und Talkline ID dem Bereich der Firmenkunden und dem Web-Hosting widmen. Diese Unternehmensteile steuern bislang nur wenig zum freenet-Umsatz bei.

Zu einer möglichen vollständigen Übernahme von freenet durch den Mehrheitseigner mobilcom bemerkte Spoerr, dass bislang der mobilcom- Vorstand noch nicht auf ihn zugekommen sei. Eine solche Übernahme könne Vor- und Nachteile haben, die abgewogen werden müssten. Der mobilcom-Chef Thorsten Grenz hatte in einem Interview eine mögliche Zusammenlegung der Unternehmen angedeutet, weil steuerlich frühere mobilcom-Verluste mit heutigen freenet-Gewinnen zum Teil verrechnet werden können.

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