Freigabe des Quellcodes soll Verbreitung fördern
Sun macht Java zur Open-Source-Software

Der US-Computerkonzern Sun Microsystems will den Quellcode für seine populäre Programmiersprache Java frei verfügbar machen. Mit der Umwandlung von Java in ein so genanntes Open Source-Produkt folgt das Unternehmen den Forderungen seiner Kunden und erleichtert die Nutzung von Java zusammen mit dem frei verfügbaren Betriebssystem Linux und anderen offenen Softwareprodukten.

je PORTLAND. Während Softwarefirmen den Quellcode ihrer Produkte normalerweise als Betriebsgeheimnis hüten, um illegale Kopien zu verhindern, steht bei offener Software der so genannte Source Code allen Entwicklern zur Verfügung, die somit Fehler leichter ausbügeln und Verbesserungen anbringen können.

Das 1995 eingeführte Java-Programm war als Bollwerk gegen das Vordringen von Microsoft bei Software für Internet-Anwendungen gedacht und reflektierte die langjährige Rivalität zwischen Sun Micro und Microsoft. Weil immer mehr Programme ausschließlich auf dem Windows-Betriebssystem funktionierten, schuf Java mit dem Programm Java Virtual Machine eine gemeinsame Plattform für die Kommunikation zwischen verschiedenen elektronischen Formaten, von Computern und Smart Cards bis zu Handys.

Der Sun-Konzern, der während der Hightech-Blase mit seinen Servern und dem Solaris-Betriebssystem zu den Überfliegern gehörte, verlor seit dem Platzen der Blase stetig an Bedeutung. Die Freigabe von Java folgt dem Trend zu offener Software und soll mit der Koppelung an Linux ihre weitere Verbreitung fördern.

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