Freischaltung von Breitbandanschlüssen
Bundesnetzagentur greift bei Telekom ein

Schon lange hatte sich der Unmut der Telekom-Konkurrenten aufgestaut, weil sich die Umschaltung der „letzten Meile“ beim Ex-Monopolisten auch staut, wenn die Leitung zur Konkurrenz abwandern sollte. Nun hat die Bundesnetzagentur neue Regeln erlassen.
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HB BONN. Die Bundesnetzagentur will mit einer Neuregelung den Auftragsstau bei der Freischaltung von Breitbandanschlüssen beseitigen. In einem neuen Standardvertrag seien neue Bedingungen festgelegt worden, zu denen die Wettbewerber die sogenannte Teilnehmeranschlussleitung (TAL) bei der Deutschen Telekom anmieten könnten, teilte die Behörde am Freitag in Bonn mit. Die TAL, auch „letzte Meile“ genannt, wird von der Telekom gestellt und ist der direkte Zugang zum Endkunden.

Die DSL-Anbieter können nun vorab ihren Bedarf bei der Telekom anmelden, den der Bonner Konzern dann auch bereitstellen muss. Sollte die bestellte Menge aber nicht abgerufen werden, dann erhält die Telekom eine finanzielle Entschädigung. Bislang muss die Telekom nur eine TAL-Menge bearbeiten, die sich am Bedarf der letzten Monate orientiert.

Aufgrund des DSL-Booms stieg die Nachfrage massiv an, viele Aufträge blieben daher unbearbeitet. Nach Angaben des Branchenverbands VATM sind derzeit mehr als 100 000 TAL-Aufträge liegengeblieben.

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