Fujitsu Siemens integriert SIM-Karte
Notebooks bald vermeintlich für einen Euro

Fujitsu Siemens hat auf der Cebit das erste Notebook mit bereits integrierter SIM-Karte für den Internet-Zugang via Mobilfunk vorgestellt. Zudem will der Hersteller bald ein Notebook für nun einen Euro auf den Markt bringen. Kostspielig kann es dennoch werden, die Handy-Welt lässt grüßen.

HB HANNOVER. Das edle Lifebook Q von Fujitsu Siemens wiegt nur ein Kilogramm, arbeitet mit einem Intel Core Duo Doppelkernprozessor und hat bereits alle nötigen Verbindungen an Bord, sagte Jörg Hartmann von Fujitsu Siemens auf der Computermesse CeBIT in Hannover. Wenn kein WLAN-Zugang über einen Hotspot zur Verfügung steht, wählt sich die integrierte SIM-Karte von T-Mobile automatisch über GSM oder den neuen schnellen UMTS-Dienst HSDPA ein. Das aus einem Magnesiumgehäuse bestehende Gerät soll im zweiten Quartal zu Preisen ab 3700 Euro zur Verfügung stehen. Eine Dockingsstation kostet extra. Auf sie kann man wohl kaum verzichten, enthält sie doch zum Beispiel einen DVD-Brenner und weitere Schnittstellen, die dem Lifebook selbst fehlen.

Gemeinsam mit T-Mobile will Fujitsu Siemens auch den Konsumentenmarkt adressieren. Ebenfalls am Donnerstag hatten die beiden Unternehmen daher angekündigt, ein Notebook mit Datenkarte inklusive T-Mobile-Vertrag für einen Euro anzubieten. Die monatlichen Kosten sollen sich auf bis zu 100 Euro belaufen. "Wir müssen mit neuen Angeboten auf die Kunden zugehen, sonst funktioniert es nicht", sagte Hartmann.

Für einen Euro bekommt der Kunde das Notebook Amilo Pro V2035 Note mit vorinstallierter Kommunikationssoftware und eine Art Datenpauschaltarif von T-Mobile. Das ganze Paket kostet 69 Euro pro Monat plus einen Euro pro Tag und hat eine Laufzeit von 24 Monaten. Das Notebook ist mit einem Celeron Prozessor mit 1,6 GHz, 512 MB Arbeitsspeicher, 60 GB Festplatte und einem 15,4-Zoll-Monitor ausgestattet und eher in die Einstiegsklasse der Mobilrechner einzuordnen. Im Datentarif von T-Mobile sind einen Volumen von fünf GB im Monat plus 200 Stunden WLAN-Nutzung an Hotspots von T-Mobile oder T-Com enthalten. Fujitsu-Siemens und und T-Mobile wollen in den kommenden Monaten weitere Kooperations-Notebooks anbieten.

Der Notebook-Markt sei der am stärksten wachsende Bereich in der PC-Industrie, sagte Intel-Manager John Davies. Bis der drahtlose Internet-Zugang WLAN in die Notebooks standardmäßig integriert wurde, dauerte es mehrere Jahre. Die Nutzer wollten sich heute jedoch überall ins Internet einwählen können und nicht auf die Verfügbarkeit von Hotspots angewiesen sein. Für die Funkverbindung des Lifebook bietet T-Mobile eine monatliche Flatrate von 35 Euro an, sagte André Stark, Marketing-Manager des Unternehmens. "Die Preise werden in naher Zukunft aber weiter dramatisch fallen."

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