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Fujitsu Siemens mit Ergebnisplus im 1. Halbjahr

Der führende europäische IT-Hersteller Fujitsu Siemens hat im ersten Geschäftshalbjahr (Ende September) Umsatz und Ergebnis zweistellig gesteigert und will weiterhin schneller als der Markt wachsen.

dpa AUGSBURG. Der führende europäische IT-Hersteller Fujitsu Siemens hat im ersten Geschäftshalbjahr (Ende September) Umsatz und Ergebnis zweistellig gesteigert und will weiterhin schneller als der Markt wachsen.

Das Computerunternehmen habe in allen drei Geschäftsfeldern zugelegt, was vorher nicht der Fall gewesen sei, beispielsweise im Großkunden-Bereich, sagte Fujitsu-Siemens-Chef Bernd Bischoff am Mittwoch vor Journalisten in Augsburg.

Unternehmen ersetzten nun wieder verstärkt Personal Computer (PC). Dies sei zuletzt im Jahr 2000 der Fall gewesen. Die Informationstechnik werde nun wieder als "strategische Waffe" entdeckt. In den vergangenen vier Jahren hätten Unternehmen die IT vor allem als Kostenpunkt gesehen. Der Chef des Gemeinschaftsunternehmens von Siemens und dem japanischen Computerkonzern Fujitsu Ltd. schlug aber auch vorsichtige Töne an: „Die Margen sind immer noch deutlich unter Druck. Wir haben immer noch einen sehr sehr harten Wettbewerb.“ Fujitsu Siemens konkurriert unter anderem mit der US-amerikanischen Dell, dem IT-Konzern IBM oder Hewlett-Packard.

Im Berichtzeitraum steigerte Fujitsu Siemens nach vorläufigen Zahlen den Vorsteuergewinn um 60 Prozent auf 18 Mill. Euro. Der Überschuss liege bei zehn bis elf Mill. Euro, sagte Bischoff auf Nachfrage. Der Umsatz kletterte um 15 Prozent auf 2,56 Mrd. Euro und damit stärker als von Fujitsu Siemens erwartet.

Dies sei das erste Erlösplus in der ersten Hälfte eines Geschäftsjahres in der fünfjährigen Firmengeschichte. In der zweiten Geschäftsjahreshälfte peilt die Gesellschaft einen Umsatzzuwachs von fünf Prozent an. Zudem strebt Fujitsu Siemens ein fünf Prozent höheres Wachstum als der Markt an. Im gesamten Geschäftsjahr 2004/05 (Ende März) soll der Umsatz um mindestens zehn Prozent zulegen, wie Bischoff bekräftigte. „Die Projektlage schaut gut aus.“

Bei den Stückzahlen verzeichnete Fujitsu Siemens im ersten Geschäftshalbjahr ein Plus von 32 Prozent. Die Prognose seines Vorgängers Adrian von Hammerstein, vor Steuern im Geschäftsjahr prozentual zweistellig zu wachsen, wollte der seit Juli amtierende neue Unternehmenschef auf Nachfrage nicht bekräftigen. Zum Umfang geplanter Investitionen wollte Bischoff sich nicht äußern. Er betonte aber: „Innovationen sind bei uns ganz hoch auf der Liste" und verwies auf die beiden Mutterkonzerne Siemens und Fujitsu.

Der Firmenchef lobte zudem die Zusammenarbeit mit dem weltgrößten Hersteller von Unternehmenssoftware, SAP. Für die Flexframe-Lösung habe Fujitsu Siemens bisher über 150 Aufträge. Zusammen mit Orders in der Pipeline belief sich die Zahl auf etwa 200. Zudem sei die Lösung bisher 55 mal installiert worden. „Das sind fast alles Neukunden.“ Auf die Frage, ob Fujitsu Siemens weitere Kooperationspartner suche, sagte Bischoff: „Meine Philosophie ist eher: 'Do few things well'.“ Mittelfristig werde die Gesellschaft aber weitere Partner suchen.

Die größten Wachstumschancen rechnet sich Fujitsu Siemens auch in Osteuropa aus. Bischoff nannte hier vor allem Russland, das die Hälfte des osteuropäischen Marktes ausmache. „In den letzten Jahren hatten wir hier 50 bis 60 Prozent Wachstum, das soll beibehalten werden.“ Außerdem laufe das Geschäft in Südafrika gut und in der Region um Dubai „hervorragend“.

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