Funk-Ausstellung in Berlin
Hightech-Treffen unterm Funkturm

Der Markt für Unterhaltungselektronik wandelt sich rasant. Immer schneller werden die Innovationszyklen, aber das erhoffte Umsatzplus blieb zuletzt aus. Von der IFA in Berlin erhoffen sich die Hersteller frischen Wind
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BerlinDie Branche der Unterhaltungselektronik befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch. Immer schneller werden die Innovationszyklen, aber das erhoffte Umsatzplus blieb zuletzt aus. Deutlich stärker als etwa die wichtige Sparte der Flachbildfernseher wächst der Markt mit Tablets und Smartphones, sagte Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender des Branchenverbands gfu am Mittwoch zum Auftakt der IFA in Berlin. „Diese Produkte treiben den Markt an“, so Kamp.

Über Jahre galten moderne Flachbildfernseher als die Flaggschiffe der Unterhaltungselektronik und bescherten den Herstellern kräftige Umsätze. Inzwischen ist das vorbei, trotz immer neuer und ausgefeilterer Technologie halten sich die Nutzer zurück – auch weil es zu wenige interessante Inhalte und Anwendungen für Technologien wie 3D gab.

Zuletzt brach der Umsatz mit Flachbildfernsehern kräftig ein. Im zweiten Quartal sank der Absatz um 14 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet die gfu aber wieder ein Wachstum um 1,3 Prozent auf 28,1 Milliarden Euro.

Zudem treten neue Wettbewerber aus der IT-und Internet-Branche auf den Plan, wenn es etwa darum geht, die Unterhaltungselektronik wie beim Smart-TV ins Internet zu bringen. Die rasche Folge der Innovationen lasse auch schon mal ganze Geräteklassen verschwinden. Neue Produkte kämen hinzu und veränderten auch die Marktteilnehmer nachhaltig, sagte Christian Illek, Geschäftsführer von Microsoft Deutschland und Mitglied des IT-Verbands Bitkom.

Auf der IFA in Berlin will die Branche nun die Kehrtwende einläuten und die Käufer wieder dazu bewegen, ihre Zurückhaltung aufzugeben. Anzeichen für eine Wende seien sichtbar, sagte Kamp.

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