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Funk-Chips aus- und einschalten

Wissenschaftler des Forschungszentrums Internetökonomie an der Berliner Humboldt-Universität haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich so genannte RFID-Chips ein- und ausschalten lassen.

der DÜSSELDORF. Verbraucher, die künftig eine Ware mit eingebautem Funk-Chip kaufen, sollen damit selbst über die Lesbarkeit der gespeicherten Informationen bestimmen.

RFID steht für Radio-FrequenzIdentifikation. Bis 2007 soll der bekannte Strichcode auf Produkten durch die kleinen Funk-Chips ersetzt werden. Sie identifizieren den gekauften Gegenstand eindeutig und dauerhaft, da der Chip ohne Batterie auskommt. Auf dem Chip ist eine Nummer gespeichert, die auf eine Datenbank bei Hersteller oder Handel verweist. So lässt sich der Weg jedes Artikels lückenlos nachvollziehen – auch, wer ihn wann und wo gekauft hat, sofern an der Kasse mit EC-, Kredit- oder Kundenkarte bezahlt worden ist.

Das neue Verfahren wirkt dem unbefugten und unbemerkten Auslesen der Informationen nach dem Kauf entgegen: Sobald ein Artikel an der Kasse bezahlt worden ist, wird der Chip automatisch deaktiviert und mit einem Passwort verschlüsselt. Dieses Passwort wird auf den Kassenbon gedruckt. Benötigt der Kunde später einmal die Information auf dem Chip, zum Beispiel bei einem Garantiefall, kann er ihn mit dem Passwort und einem entsprechenden Gerät entsperren.

Um die Passwort-Methode auf den RFID-Chip anwenden zu können, müssen die Winzlinge wiederbeschreibbar sein. „Solche Chips sind zwar etwas teurer“, sagt Sarah Spiekermann, Geschäftsführerin des Berliner Projekts, „doch das sollte es dem Handel wert sein, um die Verbraucherängste in den Griff zu bekommen.“ Mit einem „ganz Großen“ der Branche sei man bereits im Gespräch.

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