Funkausstellung
Hausgeräte-Aussteller suchen das Rampenlicht

Stabmixer meets Flachbildschirm: Die Hersteller von Wasserkochern, Waschmaschinen und Kühlschränken wollen vom Medien-Rummel um die "braune Ware" profitieren und stellen zum ersten Mal auf der Ifa aus. In den Messehallen zeigt die "weiße Ware" dann auch "Action" statt müder Küchen-Kollektionen.

DÜSSELDORF. "Wasserbildschirme und Plasmakocher", "Digitalmixer und Stabkameras", "Digitalschränke und Kühlreceiver" - mit diesen Wortkreationen auf großformatigen, knallroten Plakaten in weißer Schrift wirbt die Messe Berlin auf deutschen Hauptbahnhöfen für die bevorstehende Internationale Funkausstellung (Ifa) Ende August.

So baumeln die Werbebanner beispielsweise in Düsseldorf über den Gleisen vom Bahnhofsdach und sollen Pendler und Touristen zur Fahrt nach Berlin animieren. Die Wortspiele stehen für das neue Konzept der Schau in den Messehallen unter dem Funkturm. Erstmals präsentiert sich die Hausgeräte-Industrie gemeinsam mit der bunten Welt der Unterhaltungselektronik auf der Ifa .

Für die Hersteller von Wasserkochern, Stabmixern und Kühlschränken ist die Teilnahme an der Funkausstellung eine Premiere und gleichzeitig eine Abkehr vom bisherigen Messekonzept. Jahrelang war die Kölner Messe Domotechnica Treffpunkt der Branche aus aller Welt. Doch Unmut über die hohen Hotelpreise in der Domstadt und Differenzen über die Art der Veranstaltung entweder als reine Fachbesuchermesse oder als Schau für ein allgemeines Publikum verstimmten die großen Hersteller wie Bosch-Siemens-Hausgeräte, Whirlpool und Electrolux.

Angeblich auf Druck von Bosch-Siemens und unter Führung des europäischen Dachverbandes CECED wechselte die Branche nach Berlin, das die Chance gerne ergriff. Doch die neue Messe "Home-Tec" enttäuschte die Erwartungen. Zwei "Rumpfveranstaltungen" 2001 und 2002 sowie ein "Kühlschrankkrieg" zwischen den Messegesellschaften Berlin und Köln verwirrten mehr, als dass sie ein neues Konzept erkennen ließen. Berlin kam nicht auf die Beine und die Domotechnica befiel die Schwindsucht. 2003 fiel sie sogar ganz aus. Im Februar diesen Jahres fand sie wieder statt, aber ohne große Beteiligung. Die Dickschiffe der Branche lassen Köln links liegen und zahlreiche Hersteller von Kleingeräten sind nach Frankfurt auf die Messe "Ambiente" abgewandert.

Doch nun soll ein Neustart in Berlin gelingen. "Berlin bietet hervorragende Voraussetzungen", meint jedenfalls Werner Scholz, Geschäftsführer Elektro-Hausgeräte im Branchenverband ZVEI. "Unterhaltungselektronik und Hausgeräte wachsen zusammen," glaubt Scholz. Die Großen der Branche wie Bosch-Siemens, Miele, Electrolux und Liebherr treten in Berlin an. Der Bereich Kleingeräte ist mit wichtigen Ausstellern wie Philips, Jura, Seiko und WMF gut vertreten.

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