Funkchips
RFID-Technologie erobert neue Märkte

Der Schwerpunkt beim Einsatz von RFID (Radio Frequency Identification) liegt noch immer in der Logistik: Informationen übermitteln entlang der Lieferkette. Doch das Einsatzgebiet der Funk-Chips steigt stetig.

BERLIN. In Halle A5 bietet die Systems den Schwerpunkt "RFID-Vision". Die Bandbreite der gezeigten Exponate reicht vom Drucker bis hin zu kompletten Systemen. "Wir sehen ganz klar den Trend, dass immer mehr Zulieferer der großen Warenhausketten RFID-Lösungen einsetzen", sagt Udo Deters vom Unternehmen Paxar in Sprockhövel, das auf der Messe unter anderem kombinierte RFID- und Barcode-Drucker vorstellt.

Abnehmer sind vor allem die Lieferanten von Handelsriesen wie Metro oder Rewe. Während in der Vergangenheit hauptsächlich ganze Paletten mit den intelligenten Tags ausgestattet wurden, kleben sie heute auch zunehmend schon auf einzelnen Kartons. "Das ist eine Folge der sinkenden Preise - heute bekommt man einen RFID-Tag schon für weniger als 30 Cent", so Deters. Den intelligenten Funk-Etiketten sagt er einen raschen Siegeszug voraus - "schneller als beim Barcode". Allerdings werde es noch zwei bis drei Jahre dauern, bis der Markt so richtig anziehe.

Das Münchener Beratungshaus Vexxus implementiert für seine Kunden komplette RFID-Systeme für die Logistik, beispielsweise im Behältermanagement bei Lebensmitteltransporten. Einen besonderen Schwerpunkt legt Vexxus auf die Integration des Systems in die bestehende Infrastruktur des Anwenders - etwa, um die RFID-Daten nahtlos in ein vorhandenes Warenwirtschaftssystem zu übernehmen.

Technische Vorteile versprechen RFID-Tags der neuesten Generation, die bei höheren Frequenzen knapp unterhalb von einem Gigahertz im Ultra-Hochfrequenz-Bereich (UHF) arbeiten. Für sie existiert zudem ein weltweiter Standard ("EPC Gen2"), und auch die Funkreichweite ist besser als bei den älteren Modellen. "Zudem kommen sie besser im schwierigen Umfeld zurecht, etwa bei Feuchtigkeit", sagt Klemens Emminger von Vexxus.

Dass RFID längst nicht nur in der Logistik eingesetzt werden kann, betont Michael Wernle von Meshed Systems in Ottobrunn. "Schon seit über zehn Jahren wird es in Wegfahrsperren, bei Zugangskontrollen oder der Tieridentifikation erfolgreich verwendet." So macht das Unternehmen derzeit auch nur fünf bis zehn Prozent seines Umsatzes im Logistikbereich. "RFID hat längst abgehoben", so Wernle - auch wenn viele Anwendungen nicht auf den ersten Blick sichtbar seien. "Der Markt hat schon heute sehr schöne Wachstumsraten von 20 bis 30 Prozent pro Jahr." Meshed Systems zeigt auf der Messe unter anderem den "ID Blue", einen kleinen RFID-Lesestift mit eingebauter Bluetooth-Schnittstelle zur Kommunikation mit PDAs oder Notebooks.

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