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Funketiketten erleichtern Buchverleih

Funketiketten, so genannte RFID-Chips, werden künftig nicht nur den Warenfluss transparenter machen, sondern auch das Verwalten und Ausleihen von Büchern erleichtern. Während die Funkchips in der Warenerfassung zurzeit erst erprobt werden, ist die neue Erfassungstechnik in ersten Bibliotheken bereits installiert und hat sich im Alltag bewährt.

DÜSSELDORF. Einer der Vorreiter ist hier die neue Hauptbibliothek in Wien. Der im April dieses Jahres eröffnete Neubau in der österreichischen Hauptstadt am vielbefahrenen Gürtel, Ecke Burggasse, wird nicht nur als architektonisches Wunderwerk gelobt. Der Chef des Hauses, Christian Jahrl, hat die Bücherei mit modernster Informationstechnik ausgestattet. Alle 300 000 Medien der Hauptbibliothek – 240 000 Bücher und 60 000 elektronische Medien wie CDs, DVDs und Audiobooks – sind nicht nur in der Datenbank des Hauses elektronisch erfasst, die wichtigsten Daten sind auch auf dem Funkchip unter dem Deckel oder der CD-Hülle gespeichert.

Die RFID-Chips erleichtern die Verwaltung und sichern die Bücher gegen Diebstahl. Darüber hinaus müssen die Bücher nicht mehr vom Bibliothekspersonal eingescannt und ausgegeben werden, sondern werden am Ausgang vom Ausleiher selbst erfasst. Die Bücher werden dazu auf einen Erfassungstisch gelegt, die Daten aus dem Funkchip automatisch ausgelesen und auf das Konto des Ausleihers gebucht. Das spart nicht nur Personal, sondern reduziert auch Fehlbuchungen. Jahrl geht davon aus, dass sich die Investition von 650 000 Euro in das RFID-System in rund anderthalb Jahren amortisiert haben wird.

Die Funkchips stammen vom Münchener Halbleiterkonzern Infineon. Zusammen mit dem Fachausrüster Bibliotheca hat das Münchener Unternehmen nicht nur die Wiener Bibliothek, sondern auch Büchereien in der Schweiz, in Belgien und Deutschland mit RFID-Chips ausgestattet. „Wir haben uns auf dieses Anwendungsfeld konzentriert, weil es sich hier um überschaubare Abläufe handelt, die mit einem einfachen RFID-System organisiert werden können“, erläutert Infineon- Sprecherin Monika Sonntag.

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