Funketiketten
Warenströme lenken mit Tricks und Chips

Mit Funketiketten lassen sich Standort und Bewegungen eines Gutes problemlos überwachen. Die wirkliche Herausforderung für moderne BI-Sotfware liegt in der Antwort auf die Frage, wie sich aus den per Funkchips gewonnenen Daten geldwerte Informationen gewinnen lassen.

DÜSSELDORF. Funketiketten liefern jede Menge Daten zum aktuellen Standort eines Gutes und dessen Bewegungen. Aus diesen Daten geldwerte Informationen zu machen - das ist die größte Herausforderung beim Einsatz der RFID-Chips. Zählbaren Nutzen könnte beispielsweise die Optimierung der Lagerhaltung bringen, unter Umständen auch die bessere Kontrolle der Transporteure.

Bislang bieten Anbieter von Business-Intelligence-Software auf diesen Gebieten Lösungen an, die auf historischen Daten aufbauen. Daraus sollen Unternehmen für die Zukunft lernen und beispielsweise Schrauben neben Sardinenbüchsen lagern, wenn diese gleich häufig benötigt werden. Die Auswertung der historischen Daten hilft Firmen, ihre Prozesse zu optimieren. Häufig greifen sie dabei auf Daten aus ERP-Systemen zurück. "Für logistische Anwendungen bedeutet das: Wir können erfassen, wer wann was ausgeliefert hat. Und auch bewerten, wie schnell ein Logistiker eine Aufgabe erledigt hat", sagt Klaus Gutkowski vom Business-Intelligence-Anbieter SAS. Derzeit steige auch die Nachfrage nach Systemen, die ein direktes Eingreifen in die Logistikprozesse erlauben.

Gutkowski gibt ein Beispiel: Die Anlieferung in einem Ersatzteilzentrum eines Fahrzeugherstellers. "Dort kommt alle zehn Minuten ein Laster, Abweichungen müssen erkannt werden." Wichtig ist dabei, vorab die Spreu vom Weizen zu trennen und nicht im Datenmeer zu ertrinken. Das unterstreicht auch Andreas Geissler von Datenbank-Spezialisten Teradata. "RFID-Daten werden zwischen ihrer dezentralen Erfassung und der zentralen Verarbeitung in einem Enterprise Data Warehouse gefiltert", sagt Geissler. So entlaste man sowohl Netze als auch IT-Systeme von überflüssigem Datenverkehr. "Zum Beispiel schafft ein permanenter RFID-Datenstrom keinen Informationszuwachs, wenn dieser aus Positionsdaten eines Objekts besteht, das sich gar nicht bewegt", sagt Geissler.

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