„Games Convention“
Ansturm stellt Veranstalter vor schwere Aufgabe

Nach dem fünftägigen Spektakel bei der Leipziger Computerspielemesse "Games Convention" (GC) hat am Montag das große Aufräumen begonnen. Die letzten jugendlichen Spiele-Freaks, die Leipzig tagelang ins GC-Fieber versetzten, sind abgereist.

dpa/sn LEIPZIG. Die GC hatte bei ihrer fünften Auflage insgesamt 183 000 Besucher angelockt. Hinter den Kulissen laufen schon die Vorbereitungen für die nächste GC. Der in dieser Größenordnung nicht erwartete Besucherandrang hat die Veranstalter vor eine schwere Aufgabe gestellt.

"Wir müssen uns fragen, wie weit die Messe noch wachsen kann und wie wir das Konzept im Sinne der Besucher verbessern können", sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU), Olaf Wolters. Die Messe habe sich erneut als Leitmesse für die Branche erwiesen. 2002 war die GC mit 80 000 Besuchern und 166 Ausstellern gestartet. Diesmal stellten 368 Unternehmen aus 25 Ländern ihre Produkte rund um die elektronische Unterhaltung vor.

90 Prozent der Besucher wollen auf jeden Fall wiederkommen, sagte Messe-Geschäftsführer Josef Rahmen. Die Messe habe längst Kultcharakter, das zeige auch der Andrang. Die Möglichkeiten des Messegeländes seien noch längst nicht ausgeschöpft. Auch wenn die GC weiter wie bisher wachse, stelle sich erst in fünf Jahren die Frage, ob das Gelände zu klein sei.

75 000 Menschen waren allein am Samstag gekommen, so viele wie noch nie an einem Tag in der zehnjährigen Geschichte der neuen Leipziger Messe. "Ein solcher Erfolg ist bisher einmalig", jubelte Rahmen.

So gut es ging, versuchten die Veranstalter, die Besucheströme in den Griff zu bekommen. Kurzerhand wurden sämtliche frei gebliebenen Ecken in den vier Hallen geöffnet und weitere Gastronomiestände aufgebaut. Auch zu den Freiflächen gab es mehr Zugänge, so dass die Besucher zwischendurch Luft schnappen konnten. Als die Staus in den Hallen so lang wurden, dass nichts mehr zu gehen schien, wurde gar ein Einbahnstraßenverkehr eingerichtet. Die Menschen durften nur noch in einer Richtung durch die Hallen laufen.

Anders als bei anderen Messen kommen die Besucher zur GC nicht nur, um sich etwas anzusehen, sondern um es gleich auch auszuprobieren. Entscheidende Aufgabe für die Veranstalter ist laut Geschäftsführer Rahmen, dass für die Besucher in den nächsten Jahren der Spielspaß nicht zu kurz kommt. "Wir werden uns schnell mit der Industrie zusammensetzen, um Lösungen zu finden, damit alle Besucher auch im kommenden Jahr ihren Aufenthalt auf der GC genießen können", sagte er.

Eine neue Standortfrage stellt sich für den Branchenverband nicht. "Die langen Warteschlangen hätte es woanders auch gegeben", sagte Wolters. "Ich glaube nicht, dass ein anderer Standort besser geeignet wäre." Im vergangenen November hatte sich der BIU vertraglich bis 2008 als ideeller Träger an die GC in Leipzig gebunden. Zuvor hatten, wie Rahmen bestätigte, auch die Messen Berlin, München und vor allem Köln um die Gunst des Branchenverbandes geworben. Die Leipziger Messe bemüht sich unterdessen, die Marke GC weiter international zu stärken: Im kommenden Jahr wird es erstmals eine GC Asia in Singapur geben.

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