Games Developer Conference in San Francisco
Microsoft öffnet Xbox 360 für Hobby-Spieleentwickler

Microsoft öffnet seine Spielekonsole Xbox 360 für Hobby-Programmierer. Nutzer aus der Xbox-Gemeinde könnten künftig ihre selbst entwickelten Spiele auf der Online- Plattform Xbox Live online stellen, spielen und von anderen Spielern bewerten lassen.

dpa MÜNCHEN/SAN FRANCISCO. Dadurch werde sich die Spielebibliothek schnell verdoppeln, teilte das Unternehmen mit. Ab sofort sollen zunächst sieben Titel verfügbar sein, die mit Microsofts Entwicklerplattform XNA Game Studio 2.0 programmiert wurden. Vor etwas mehr als einem Jahr hatte das Unternehmen Hobby-Entwicklern erstmals eine erste Fassung seiner Plattform für die einfache Programmierung von Spielen zur Verfügung gestellt.

„Die Zeit ist reif für die Spieleindustrie, ihre Türen für alle Games-Entwickler zu öffnen und es jedem zu ermöglichen, seine Kreationen mit dem Rest der Welt zu teilen“, sagte Microsoft-Manager John Schappert auf der Games Developer Conference in San Francisco. Zugleich will Microsoft auch seinen bislang nur in den USA erhältlichen Media-Player Zune mit den neuen Entwickler-Möglichkeiten zur mobilen Spieleplattform aufrüsten. Hobby-Entwickler sollen ebenfalls die Möglichkeit erhalten, Software für den Zune zu programmieren.

Der Zune war damals als möglicher Herausforderer für Apples populären ipod an den Start gegangen. Nach einem relativ bescheidenen Erfolg des Players konnte Microsoft allerdings bislang nicht durchringen, das Gerät auch auf dem europäischen Markt einzuführen. Die Aufrüstung zur mobilen Spielekonsole könnte den Zune bei den Kunden attraktiver machen. Während Microsoft mit der Xbox 360 in hartem Wettbewerb mit Sony (Playstation) und Nintendo (Wii) steht, hat der Softwarekonzern bislang keine mobile Konsole im Angebot. Seine Rivalen machen einen nicht unerheblichen Teil ihres Umsatzes dagegen mit den mobilen Geräten der Playstation Portable (PSP) und dem Nintendo DS.

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