Gates-Äußerungen
Microsoft will Google mit aller Macht überholen

Google ist mit Abstand Nummer eins der Suchmaschinen. Das schmeckt Microsoft gar nicht, betreibt der Software-Primus doch mit MSN Search ein Konkurrenzprodukt. Bill Gates überlegt deshalb, künftig die Nutzer fürs Suchen über MSN zu bezahlen.

der DÜSSELDORF. Vor Partnerunternehmen in Indien stellte der Kopf von Microsoft seine Idee vor, berichtet das „Wall Street Journal“. Demnach überlegt sich Microsoft, Nutzer, die über MSN suchen, an den Werbeeinnahmen zu beteiligen. Werbung – entweder als Banner oder als bezahlter Link – ist die Haupteinnahmequelle der Suchmaschinenbetreiber. Gates stellte Geld oder Software in Aussicht.

Das Geschäft rechnet sich für Microsoft, sobald mehr Menschen die Suchseite nutzen. Denn je mehr Leute die geschaltete Werbung erreicht, desto teurer lässt sie sich verkaufen. Entsprechend verdient im Moment Google das große Geld. 45 Prozent aller Suchanfragen in den USA laufen laut Nielsen/NetRatings über deren Seite; bei Microsoft sind es lediglich 12 Prozent.

Ein Microsoft-Sprecher relativierte allerdings die Aussagen von Gates. Seine Ausführungen seien nur eine Möglichkeit unter vielen. Konkret sei nichts geplant.

Sollte Microsoft seine Nutzer tatsächlich bezahlen – egal ob in Geld oder Naturalien –, müsste Google wohl nachziehen. Einige kleinere Suchmaschinen, so schreibt das „Wall Street Journal“ weiter, würden schon mit Bonusprogrammen oder ähnlichen Anreizen Nutzer locken.

Ob das Bezahlen von Suchmaschinen-Nutzern allerdings grundsätzlich ratsam ist, bezweifeln Experten. Viele Menschen könnten nur noch des Bonus wegen auf die Suchseite gehen, sagen sie. Für die werbetreibenden Unternehmen wären solche Nutzer uninteressant. Damit würden dann auch die zu erzielenden Preise für Werbung sinken. Für Microsoft wäre das unterm Strich doch kein gutes Geschäft.

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