Geballte Rechenleistung
IBM startet im Kampf gegen Aids Initiative für Computer-Netzwerk

Die geballte Rechenleistung Tausender, mit einander verbundener Personal Computer soll künftig im Kampf gegen Aids helfen.

dpa ARMONK. Der Technologiekonzern IBM will in Deutschland gemeinsam mit der Hochschule Heilbronn als Partner im Rahmen der gemeinnützigen Initiative „World Community Grid“ ein enormes Rechner-Netzwerk für die Forschung aufbauen. Mehr als 5 600 Studenten und Mitarbeiter seien dazu aufgefordert, ihre ungenutzte Rechenleistung zu spenden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Bereits jetzt sei die Rechenleistung des so genannten Grids (Netzwerk) fast so groß wie die leistungsstärksten Supercomputer der Welt, hieß es.

„Die Herausforderung bei diesem Projekt ist die fast unendliche Anzahl möglicher Mutationen des Virus und die ebenfalls sehr große Anzahl an möglichen chemischen Verbindungen, die dagegen getestet werden können“, sagte Arthur Ohlson vom Scripps Research Institute in San Diego, einer gemeinnützigen Forschungseinrichtung im Bereich Biomedizin. Das geplante Rechen-Netzwerk solle künftig Zig-Mill. Berechnungen liefern zu potenziellen Wirkungen zwischen verschiedenen chemischen Verbindungen und den verschiedenen Mutationen des Virus.

Für das World Community Grid sollen Nutzer aus aller Welt teilnehmen können, indem sie die ungenutzten Leistungen ihres eigenen Computers zur Verfügung stellen. Dazu können sich Privatpersonen, Unternehmen oder Verbände eine kleine Software herunter laden und sich unter der Adresse www.worldcommunitygrid.org registrieren lassen. Bereits 100 000 Personen sollen bereits ihre nicht genutzte Rechenkraft für die Suche nach Heilmitteln gegen die gefährliche Krankheit spenden, insgesamt sind dafür 170 000 Computer weltweit zusammen geschlossen.

Das World Community Grid war im November 2004 an den Start gegangen. Die Initiative Fightaids@Home sei bereits das zweite Projekt, das IBM nach eigenen Angaben auf Basis eines Grid-Netzwerkes ins Leben ruft. Das Netzwerk wurde bereits im vergangenen Jahr für die sehr aufwendige Berechnung von Protein-Faltungen eingesetzt.

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