Gefährdung von Firmennetzwerken
Fernsteuerung gegen Hacker

Die Fortsetzung der Arbeit am heimischen Rechner kann Gefahren für Firmennetze bergen, wenn eine ungesicherte Einwahl-Verbindung hergestellt wird. Eine Alternative ist der Fernsteuerung des Firmenrechners.

hiz DÜSSELDORF. Durch eine spezielle Fernsteuerlösung soll die Arbeit mit dem Laptop oder Desktop-PC sicherer werden. Die Bestsella AG stellt mit Bestremote ein Verfahren vor, durch das die Rechner am Firmenarbeitsplatz ferngesteuert werden können. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Lösungen werden alle Daten verschlüsselt und eine einmalige Zugangskennung wehrt unberechtigte Zugriffe ab.

Vielfach werden Brückentage und verlängerte Wochenenden genutzt, um Arbeiten von unterwegs zu erledigen. Dazu wählt sicht der Anwender oft direkt über ein so genannte RAS-Verbindung ins Firmennetz ein. Verbreitet sind auch Verbindungen über so genannte Virtual Private Networks (VPN), bei denen ein verschlüsselter Datenstrom über das Internet die Verbindung zum Hausnetz darstellt. In beiden Fällen ist ein externer Rechner direkt mit dem Hausnetz verbunden. Ist das Gerät virenverseucht, so können diese in das Firmen-LAN gelangen. Als Alternative ermöglicht Bestremote den Zugriff auf den Arbeitsplatzrechner im Büro oder Applikationsserver im Unternehmen über eine normale verschlüsselte Internetverbindung.

Fernsteuerlösungen sind dabei generell nicht neu. Fachleute sehen dabei bislang jedoch das Problem, dass der Anwender ohne jeglichen Schutzmechanismus im LAN agieren kann. Er hat ja den gleichen Status wie ein Anwender am Firmenarbeitsplatz. Wird der Zugang durch einen Hacker geknackt, könnte dieser ungehindert Firmeninformationen ausspionieren oder Schäden anrichten. Bestsella betont aber, dass die vorgestellte Lösung durch eine sicherer Zugangskennungen Schutz hiervor bietet. Für jeden Zugriff wird ein temporärer SMS-TAN, ein einmaliger Sicherheitscode, an den hinterlegten Nutzer versendet. "Ein Fremdzugriff kann ebenso wie die Weitergabe von Viren ausgeschlossen werden", betont Bestsella-Vorstand Andreas Klug.

Die Software wird auf dem zu steuernden Rechner installiert. Über das Bestsella-Remote-Portal wird bei gewünschtem Zugriff ein temporärer Authentifizierungscode per SMS an eine Handynummer verschickt, die bei der Installation lokal hinterlegt wurde. Erst nach der Authentifizierung kann mit dem Rechner gearbeitet werden. Von dem Produkt steht eine kostenlose Testversion zur Verfügung.

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