Gefahr beim Internet-Surfen vorerst gebannt
Russischer Trojaner-Server abgeschaltet

Das Risiko, beim Surfen im Internet einen gefährlichen Trojaner auf den Computer zu bekommen, besteht vorerst nicht mehr. Der verantwortliche russische Server sei abgeschaltet worden, hieß es.

HB BERLIN. Ein russischer Server, von dem aus in den vergangenen Tagen so genannte Trojaner-Dateien auf Computer geladen wurden, ist mittlerweile offline. Nach Angaben des Internetdienstes Heise.de, der sich auf internationale Medienberichte beruft, wurde der Server abgeschaltet – und damit die aktuelle Gefahr zunächst gebannt.

Die hatte darin bestanden, dass sich eine Datei installiert, die den Computer zum Versand von Spam-Mail missbrauchen sowie Tastatureingaben an Hacker übertragen konnte. Laut Heise.de drohte die Gefahr nur Anwendern von Microsofts Internet Explorer. Zwei bereits bekannte, aber noch nicht behobene Sicherheitslücken würden dazu ausgenutzt, hieß es.

Das US-CERT und das Internet Storm Center (ISC) hatten am Donnerstag eine erhöhte Zahl von Einbrüchen in Webserver, auf denen Microsofts Internet Information Server (IIS) läuft, gemeldet. Die Einbrecher manipulieren die Server demnach derart, dass sie an die ausgelieferten Seiten spezielle JavaScripte anhängen.

Die Scripte nutzen nach derzeitigen Erkenntnissen zwei bekannte, aber noch nicht gestopfte Sicherheitslücken im Internet Explorer aus, um den Besucher schon beim Besuch der Seite mit dem Trojaner RAT zu infizieren. RAT liest unter anderem die Tastatureingaben mit und sendet sie an Server ins Internet und öffnet zusätzlich eine Backdoor.

Nachdem der Server von dem aus der Trojaner nachgeladen wurde, gestoppt ist, sei die Gefahr durch diese Sicherheitslücke allerdings keineswegs dauerhaft gebannt, meldet Heise-de. Die Erfahrung zeige, dass einmal bekannt Löcher immer wieder ausgenutzt würden.

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