Gefahr der Industriespionage
Sicherheitsamt warnt vor Blackberry

Die bei Managern so beliebte mobile E-Mail-Maschine Blackberry weist gravierende Sicherheitslücken auf. Die Schwachstellen könnte Großbritannien zur Industriespionage nutzen.

HB DÜSSELDORF. Wie die Zeitschrift "Wirtschaftswoche" aus ihrer Donnerstagsausgabe vorab berichtet, warnt das Bonner Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor dem Gebrauch des Geräts: "Auf Grund der unsicheren Architektur ist der Blackberry für den Einsatz in sicherheitsempfindlichen Bereichen der öffentlichen Verwaltung und spionagegefährdeten Unternehmen nicht geeignet", heißt es in einer BSI-Analyse.

Der "nur zum internen Gebrauch" erstellte Bericht kreidet dem kanadischen Hersteller Research In Motion (RIM) an, das "gesamte Nachrichtenaufkommen zwangsweise" über ein Rechenzentrum in Egham bei London zu leiten. "Nach britischem Recht", so der BSI-Bericht, können "die örtlichen Sicherheitsbehörden unter sehr weit gefassten Voraussetzungen (unter anderem zum Wohle der britischen Wirtschaft)" Zugang zu allen Verbindungsdaten und Inhalten erhalten.

"Es gibt damit die theoretische Möglichkeit, dass Dritte auf die E-Mails zugreifen, die vom Blackberry versandt werden", erklärt BSI-Referatsleiter Michael Dickopf. Das BSI will zwar keine Angaben darüber machen, ob und in welchem Umfang von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht wird. Ausdrücklich weist das Bundesamt darauf hin, dass die ausländischen Blackberry-Rechenzentren außerhalb des Einflussbereichs deutscher Unternehmen und Behörden liegen. Das BSI bevorzuge deshalb "nationale Lösungen".

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