Gefahr durch Fälschungen
Sichere Arzneimittel dank RFID

Die Flut gefälschter Medikamente auf dem Markt kann mittels moderner Technik eingedämmt werden. Funk-Chips sollen zum Schutz der Patienten eingesetzt werden.

hiz DÜSSELDORF. Mit Hilfe der RFID-Technik (Radio Frequency Identifikation) soll die Sicherheit von Arzneimitteln verbessert werden. Lösungen, mit denen Medikamente eindeutig identifiziert und fälschungssicherer gemacht werden können, sind serienreif. Mit den Funkchips kann jede Verpackung oder Ampulle eindeutig identifiziert werden und die Fälschung ist ungleich schwerer als bei den bisher üblichen Barcodes.

Da zunehmend gefälschte Medikamente auf dem Markt kursieren, hat die Pharmabranche großes Interesse daran, dass ihre Medizin gegen Betrug geschützt wird. Gefälschte Medikamente können zudem eine Gefahr für die Gesundheit darstellen. Da mit der neuen RFID-Technik auch die richtige Medikation überprüft werden kann, bietet sie für den Patienten eine zusätzliche Sicherheit.

Das System wurde von Siemens Business Services und dem Schweizer Verpackungshersteller Limmatdruck/Zeiler entwickelt. Es arbeitet mit Chip-Etiketten, die auf der Verpackung oder direkt an den Produkten, wie etwa versiegelten Ampullen, angebracht sind. Die RFID-Chips arbeiten dabei sowohl mit Radio - als auch mit Ultrahochfrequenzwellen. Sie kosten ab 25 Cent pro Stück und können zusammen mit der notwendigen Antenne in Papier, Kunststoff oder Keramik integriert werden. Der Empfänger kann bis zu fünf Meter vom RFID-Chip entfernt sein, ohne dass die Datenerfassung gestört wird.

Diese Identifizierungstechnik bietet mehr Möglichkeiten als nur die eindeutige Erkennung von Originalmedikamenten. Nach den Angaben der Hersteller treten, trotz der schnelleren Abläufe beim Verpacken, bis zu 50 Prozent weniger Fehler auf. Faktoren sind dabei reduzierte Falschlieferungen und Verringerung der Lagerhaltungskosten, da die Bestände besser mit der Nachfrage abgestimmt werden können. Die Qualität der Medikamente kann dabei zudem durch eine lückenlose Kühlketten-Dokumentation gesichert werden.

Im Prinzip können die Daten der Arzneimittel überall erfasst werden - sowohl am Produktionsstandort als auch in Krankenhäusern und Apotheken. Damit vereinfacht sich die Zuordnung von Medikamenten. Unmittelbar vor der Verabreichung kann die Krankenschwester mittels RFID-Leser überprüfen, ob der Patient das richtige Medikament in der korrekten Dosierung bekommt.

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