Gefahr durch Ransomware
Hacker kidnappen Diplom- und Doktorarbeiten

Erpresser entdecken das Internet als neue Einnahmequelle. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik rät, auf Erpressung nicht einzugehen.

HB DÜSSELDORF. Neuester Trend der Computer-Hacker: Sie kidnappen Diplom- und Doktorarbeiten, indem sie via Internet das Verzeichnis „Eigene Dateien“ verschlüsseln und fordern dann für die Freigabe Lösegeld, warnt das Job- und Wirtschaftsmagazin Karriere in seiner am 25. August erscheinenden Septemberausgabe. Via E-Mail gelangt die so genannte Ransomware der Hacker wie ein Computerwurm oder -virus auf den PC und wird beim Öffnen der Mail aktiviert.

Betroffene sollten nicht auf die Erpressungsversuche eingehen, rät das Magazin weiter. Laut Einschätzung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist die Wahrscheinlichkeit, nach einer Lösegeldzahlung die Daten wiederzubekommen, sehr gering. Stattdessen erhalten die Kriminellen bei einer Zahlung weitere wichtige Informationen über ihr Opfer, da das Lösegeld per Kreditkarte übergeben werden muss.

Einen wirksamen Schutz gegen diese neue Art der Hackerangriffe gibt es bislang nicht: Die Software-Industrie arbeitet zwar bereits an Entschlüsselungsalgorithmen für gekidnappte Daten, wird aber von den Hackern immer wieder überholt. Zur Vorbeugung empfiehlt das Magazin, regelmäßig Kopien wichtiger Daten wie Diplom- und Doktorarbeiten, Vorträge oder Präsentationen außerhalb des Internet-Computers zu speichern, zum Beispiel auf CD-ROM oder einem USB-Stick.

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