Gelungen die Kaufzurückhaltung zu durchbrechen: Unterhaltungselektronik erwartet Umsatzplus

Gelungen die Kaufzurückhaltung zu durchbrechen
Unterhaltungselektronik erwartet Umsatzplus

Die Branche der Unterhaltungselektronik erwartet mit dem technischen Generationswechsel vom Röhrengerät zum Flachbildschirm, vom Video- zum DVD-Recorder sowie digitaler Foto- und Musikaufnahmen 2005 einen deutlichen Schub.

dpa BERLIN. Die Branche der Unterhaltungselektronik erwartet mit dem technischen Generationswechsel vom Röhrengerät zum Flachbildschirm, vom Video- zum DVD-Recorder sowie digitaler Foto- und Musikaufnahmen 2005 einen deutlichen Schub.

"Wir gehen von einem Umsatzplus von drei Prozent aus, könnten 2005 aber auch erstmals einen Umsatz von 20 Mrd. Euro erreichen", sagte Hans-Joachim Kamp, Vorsitzender des Fachverbandes CE im Zvei am Mittwoch in Berlin. 2004 habe der Umsatz mit einem Plus von 3,5 Prozent auf 19 Mrd. Euro über den Erwartungen gelegen.

"Dass es gelungen ist, in vielen Bereichen die Kaufzurückhaltung zu durchbrechen, ist ein klares Indiz für die Attraktivität unserer Produkte und die Innovationskraft unserer ganzen Branche", erklärte Kamp, der Chef von Philips Deutschland ist. Als Wachstumsmotor nannte er den Trend zum Heimkino mit großen Flachbildschirmen oder Rück- und Frontalprojektoren.

"Für das gesamte Jahr 2005 wird der Wertanteil der neuen Bildschirme einschließlich Projektoren voraussichtlich schon mehr als 45 Prozent aller verkauften Fernsehegräte betragen", lautet die Prognose. Dies werde sich auf der Funkausstellung (2.-7. September) bestätigen. Der Anteil betrage derzeit gut 30 Prozent. Die Entwicklung gehe zu Lasten von Röhrengeräten. Deren Umsatz sei 2004 um 13 Prozent auf zwei Mrd. Euro rückläufig gewesen.

DVD- und Festplattenrecorder hätten die analoge Videotechnik abgelöst. Der Umsatz der alten Technik habe sich auf 100 Mill. Euro halbiert. Kamp erwartet, dass die Umsätze mit DVD-Recordern 2005 fast eine halbe Milliarde Euro erreichen (2004: 290 Mrd). Bei digitaler Fototechnik werde die Tendenz zu sinkenden Preisen einen Rückgang auf 1,6 Mrd. Euro bringen, nach 1,7 Mrd. Euro 2004.

Auf dem Markt zeichnet sich ein Trend zur Nachfrage von Markengeräten ab, sagte Rainer Hecker, Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu). Befragungen hätten ergeben, dass 83 Prozent der Konsumenten bei der Kaufentscheidung zuerst auf Qualität achteten und nur 17 Prozent den Preis als wichtigste Kriterium nannten.

"Das liegt sicherlich auch daran, dass es den Marken und dem Handel zunehmend gelingt, die hochwertigen Produkte und ihre Funktionalität den Verbrauchern verständlich zu machen", erklärte Hecker. Im Frühjahr 2004 hätten noch 51 Prozent angegeben, den Kauf vor allem nach dem Preis zu entscheiden.

Zur weltgrößte Branchenschau gibt es nach Angaben von Messegeschäftsführer Christian Göke eine steigende Nachfrage nach Fläche. Derzeit sei im Verglich zur letzten Messe 2003 gut zehn Prozent mehr Fläche nachgefragt. "Die Aussteller sind wieder bereit, in ihren Messeauftritt zu investieren."

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