Gerät unter eigener Marke
Vodafone präsentiert massentaugliches UMTS-Handy

Mit einem eigenen Handy will der weltgrößte Mobilfunknetzbetreiber Vodafone die teureren UMTS-Dienste erschwinglicher machen. Der Konzern stellte am Donnerstag das klappbare "Vodafone 710" vor. Das Mobiltelefon soll dabei nur das erste einer Serie von neuen Geräten sein, mit denen sich Vodafone unabhängiger von etablierten Herstellern wie Nokia, Sony Ericsson oder Motorola machen will.

HB LONDON/HONGKONG. Das schwarze Telefon mit 1,3 Megapixel-Digitalkamera und MP3-Spieler wird in China produziert. Es soll Vodafone zufolge in den nächsten Wochen ausschließlich mit dem Vodafone-Logo rund ein Drittel billiger als vergleichbare Geräte in den Handel kommen. Das Vodafone 710 wird von dem chinesischen Hersteller Huawei Technologies produziert und zielt vor allem auf Nutzer von Prepaid-Karten.

Auch andere europäische Mobilfunkanbieter setzen zunehmend auf Handys aus Asien, die sie direkt auf ihre Dienste abstimmen und die sie dann mit ihrem eigenen Namen bedrucken. Die Erlöse aus UMTS-Datendiensten werden für Mobilfunkbetreiber angesichts sinkender Gesprächspreise immer wichtiger.

Vodafone rechnet im kommenden Halbjahr mit mindestens 200 000 Bestellungen. Das nächste eigene UMTS-Telefon will Vodafone am Sommeranfang kommenden Jahres vorstellen. Ein Großteil der fast 500 Mill. Mobilfunknutzer in Westeuropa haben eine so genannte Prepaid-Karte. Bisher nutzt davon aber nur ein Bruchteil UMTS-Dienste, etwa für Musikangebote und Spiele.

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