Geräte haben aber keine Sendefunktion
Armbanduhr empfängt auch Nachrichten

Auf der Computermesse Comdex in Las Vegas haben einige Uhren-Hersteller gemeinsam mit Microsoft die erste „Wristop“ vorgestellt, eine Art Nachrichtenzentrale fürs Handgelenk.

jds LAS VEGAS. Ein dezentes Vibrieren am Handgelenk signalisiert: Es sind neue Nachrichten eingegangen. Nun wird auch die Armbanduhr zum multifunktionalen Allroundgerät. Auf der Computermesse Comdex in Las Vegas haben einige Uhren-Hersteller gemeinsam mit Microsoft die erste "Wristop" vorgestellt, eine Art Nachrichtenzentrale fürs Handgelenk. Die noch recht klobig wirkenden Uhren mit monochromem LCD-Display sind mit einer Empfangseinheit ausgestattet, die per UKW-Signal ausgestrahlte Meldungen und persönliche Nachrichten empfängt.

Wer eine solche Uhr besitzt und die Möglichkeiten ausschöpfen will, muss allerdings Kunde bei MSN Direct werden und die gewünschten Informationskanäle abonnieren. Jeder Wristop-Besitzer kann selbst entscheiden, welche Nachrichten, Börsenkurse, Sportergebnisse oder Wetterdaten bis zu ihm durchdringen sollen. So entsteht ein individuelles Informationsprogramm, das rund um die Uhr in der Armbanduhr landet. Und das laufend aktualisiert wird.

MSN stellt auch persönliche Nachrichten zu, etwa E-Mails oder Instant Messages. Nur antworten ist nicht möglich, da die Wristops lediglich empfangen, nicht aber senden können. Auf Wunsch werden auch regionale Informationen übermittelt: Wer aus dem Flugzeug steigt, sieht automatisch die richtige Uhrzeit und bekommt außerdem einen aktuellen Wetterbericht der Gegend und die Adressen von Restaurants oder Geschäften zugestellt.

Die Uhren kosten zwischen 129 und 249 Dollar, je nach Modell. Die ersten Spezialuhren kommen von Anbietern wie Suunto oder Fossil. Ein Modell ist sogar von Star-Designer Phillipe Starck gestaltet worden. Der eigentliche Info-Service ist kostenpflichtig. Pro Monat sind 9,95 Dollar fällig - oder 59,90 Dollar für ein ganzes Jahr. MSN versorgt von Anfang an die 100 größten Metropolen samt Umland mit dem Datendienst. Das Sendegebiet soll zügig ausgebaut werden. In 2004 soll der Dienst auch nach Europa kommen.

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