Geschäftsfeld mit starker Konkurrenz
Microsoft mischt Konkurrenz auf

Der Softwarekonzern setzt zur Innovationsoffensive an: Er arbeitet mit Hochdruck an einer neuen Software, die unerwünschte Werbe-E-Mails aus Unternehmensnetzwerken aussperren soll. Auch Viren sollen mittels eines Internet-Sicherheitsservers matt gesetzt und das Auffinden von Informationen auf dem eigenen PC erleichtert werden Gleichzeitig kündigte er an, bereits im kommenden Jahr ein eigenes Musikangebot im Internet starten.

HB HAMBURG/LAS VEGAS. Schon im kommenden Jahr will der Softwareriese eine eigene Lösung zur Abwehr von Spam anbieten. Das kündigte Microsoft-Gründer Bill Gates am Sonntagabend (Ortszeit) in Las Vegas (US-Bundesstaat Nevada) zur Eröffnung der Computermesse Comdex an. Gleichzeitig stellte der „Chef-Softwarearchitekt“ des weltgrößten Softwarekonzerns einen Internet-Sicherheitsserver von Microsoft in Aussicht, der zur Abwehr von Computer-Würmern und Viren wie „Blaster“ und „Sobig“ diene. Microsoft begibt sich damit in Konkurrenz zu Spezialfirmen, die bereits heute „Anti-Spam“-Programme und Software zur Abwehr von Sabotageprogrammen anbieten.

Ein Microsoft-Sprecher bestätigte am Montag einen Bericht der Tageszeitung „Wall Street Journal“, wonach das Unternehmen seinen Musikdienst 2004 starten will. Einzelheiten nannte er jedoch nicht. Das „Wall Street Journal“ berichtete, Microsoft führe derzeit mit den großen Musikverlagen Gespräche über sein Vorhaben. Mit dem neuen Service macht das Unternehmen dem in den USA sehr erfolgreichen Musikdienst „iTunes“ von Apple und dem gerade neu eröffneten Angebot von Napster (Roxio) Konkurrenz. Das Angebot soll laut WSJ Bestandteil der MSN-Website von Microsoft werden. Damit will der Konzern dem erfolgreichen iTunes-Service des Computerherstellers Apple Konkurrenz machen.

Apple hatte im Frühjahr iTunes zunächst in den USA gestartet und hat seitdem nach eigenen Angaben mehr als 17 Mill. Titel verkauft. Seit wenigen Wochen ist iTunes auch für Windows-Nutzer verfügbar. Um das Angebot auch in Deutschland zu starten, muss das Unternehmen nach eigenen Angaben noch mit den verschiedenen Rechteanbietern verhandeln.

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