Geschwindigkeits-Rekord angepeilt
IBM entwickelt neuen Super-Chip

Das Rennen um immer schnellere Chips schien bereits beendet. Weil Hochleistungschips zu viel Strom verbrauchen und extrem viel Wärme abgeben, hatten sich die Halbleiterhersteller in jüngster Zeit auf andere Entwicklungen konzentriert. Der amerikanische IT-Konzern IBM heizt den Wettlauf um den leistungsfähigsten Chip jetzt aber wieder an.

HB MÜNCHEN/DÜSSELDORF. Auf der Chip-Entwicklerkonferenz ISSCC 2006 (International Solid-State Circuits Conference) in San Francisco haben die Amerikaner das Konzept für einen neuen Hochleistungschip – den Power6 – vorgestellt, der mit vier bis fünf Gigahertz getaktet sein soll. Das Kraftpaket, das nächstes Jahr auf den Markt kommen soll, ist als Nachfolger des Power5 geplant, der zurzeit 2,2 Gigahertz erreicht.

„Die Kollegen in den USA haben es geschafft, die Taktgeschwindigkeit durch einen Fertigungstrick zu erhöhen, ohne dabei mehr Energie zu verbrauchen und damit mehr Abwärme zu produzieren“, sagt Michael Kies vom IBM-Entwicklungszentrum in Böblingen. Eine Taktfrequenz von 3,8 Gigahertz galt bislang als unüberwindbare Grenze, weil durch die hohe Taktung immer mehr Strom verbraucht wird. Gleichzeitig wurde die Kühlung der Rechner zu einem riesigen Problem.

Der Energieverbrauch und die damit verbundene Wärmeentwicklung spielt bei der Entwicklung neuer Mikrochips eine wichtige Rolle. „Wenn die Energiekosten weiter so steigen wie in den vergangenen Monaten, dann werden sie in Zukunft die Ausgaben für die Rechner selbst übersteigen“, sagt Hector Ruiz, Chef des amerikanischen Halbleiterherstellers AMD.

Das Ziel aller Produzenten ist es deshalb, die Leistung zu steigern, ohne mehr Strom zu verbrauchen. Dabei geht es nicht nur um den Energiehunger der Chips selbst. Die höheren Taktraten sind mit Wärme verbunden und so muss viel Geld für die Kühlung der Geräte ausgegeben werden.

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