Gesetz gegen Kostenfallen
Bezahl-Button soll vor Internet-Abzocke schützen

Millionen Menschen sind schon Opfer von Internet-Abzocke geworden. Vor allem Jugendlichen fallen immer wieder auf vermeintliche Gratis-Angebote herein. Ein neues Gesetz soll ab sofort besseren Schutz bieten.
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DüsseldorfSie locken die Internetnutzer mit Schlagworten wie „gratis“, „free“ oder „kostenlos“ - diese Versprechen erweisen sich allzu oft aber als dreiste Lüge. Anbieter unseriöser Internetseiten haben in den vergangenen Jahren Millionen Verbraucher geprellt, indem sie sie mit Kostenlos-Angeboten auf ihre Seite lockten und ihnen hinterher saftige Rechnungen präsentierten. Am heutigen Mittwoch tritt ein neues Gesetz in Kraft, das Verbraucher vor solchen Kosten- und Abofallen besser schützen soll.

Betreiber halbseidener Internetseiten bieten Dinge an, die es auf seriösen Webseiten umsonst gibt: etwa SMS, Kochrezepte oder Hausaufgabenhilfe. Um die Angebote zu nutzen, müssen Verbraucher ihre persönlichen Daten angeben - die Falle schnappt zu. Wenig später meldet sich der Anbieter und verlangt Geld für das angeblich getätigte Geschäft.

Dabei können Verbraucher vorher überhaupt nur im Kleingedruckten erkennen, dass Kosten anfallen würden. Verbraucherschützer raten zwar stets, nicht zu zahlen. Aber eingeschüchtert von Mahnungen und Inkassoschreiben von Anwälten zahlten viele Verbraucher doch.

Das neue Gesetz soll diese Masche ins Leere laufen lassen. Unternehmen müssen ihre Internetkunden künftig über den Gesamtpreis ihrer Bestellung eindeutig informieren, und zwar unmittelbar vor dem Absenden der Bestellung.

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Bezahl-Button soll vor Internet-Abzocke schützen

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Auswirkungen auf die Preise erwartet die Regierung nicht

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  • Ein dummer Mensch ist der, der keine Ahnung hat, beleidigend wird und keine Argumente anbringt. Dieser redet bevor er nachdenkt. Wer sich etwas auskennt, weiß wie es wirklich läuft. Was der Gesetzgeber anpackt vor allem in letzter Zeit hat weder Hand noch Fuss, sonst müssten sich nicht mit jedem Gesetz die Gerichte beschäftigen. Die Abmahnindustrie wird es freuen....EINFACH ist die Lösung sicher nicht denn sie ist absolut nicht technisch umsetzbar da die Formulierungen unklarer sind als bisher.

  • EinMensch? Ein dummer Mensch vielleicht, oder ein Egomane. Du kennst dich vielleicht mit Internet aus, Tausende aber nicht.
    Der Aufwand ist gering und gut.

    Dabei bin ich mir sicher, das auch du regelmäßig abgezockt wirst. Aber Klugscheißer erkennen das ja nicht mal.^^

  • Ganz Toll...BRAVO...Nichts verstanden, aber eine Vorreiterrolle einnehmen! Das ganze ist nur mal wieder eine unsinnige Beschäftigungsmassnahme für seriöse Shopbetreiber, die so "löchrig" ist, dass Sie für Abmahner ein wahres Freundenfest wird. Jeder Verbraucher weiss, wenn er in einem Onlineshop etwas bestellt muss er auch bezahlen. Die wenigen Betrüger die es gibt hätte man auch als solche betrachten und bestrafen sollen. Das wäre die einfachere und bessere Lösung gewesen.

    Leute denkt nach bevor ihr Gesetze macht!

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