Gesundheitsministerium beginnt mit Tests frühestens Ende des Jahres
T-System startet kleinen Feldversuch zur elektronischen Gesundheitskarte

hsn/dpa BOTTROP. T-System kann es nicht abwarten. Während sich die offziellen Tests mit der elektronischen Gesundheitskarte weiter verzögern, ist jetzt der IT-Dienstleister vorgeprescht und hat sozusagen im Alleingang, den bundesweit ersten Feldversuch im Ruhrgebiet begonnen. An dem Mini-Pilotprojekt der Bundesknappschaft nehmen zunächst drei Arztpraxen, 50 Versicherte und das Knappschaftskrankenhaus in Bottrop teil.

Obwohl keine offizielle Testregion für die Gesundheitskarte, wollen die Bundesknappschaft und T-Systems die Vernetzung nach den vorempfundenen Vorgaben der Gematik (Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH) realisieren. „Wir wollen keine proprietäre Lösung aufbauen“, sagt Martin Gödecke, Projektleiter bei T-Systems, die Vorgehensweise. „Stattdessen werden wir als eines der ersten Unternehmen in Deutschland die bundesweit vorgeschriebene Architektur umsetzen.“

Der Versuch soll zeigen, wie sich die elektronische Gesundheitskarte und der Heilberufeausweis bei Patienten und Ärzten bewähren. Im Frühjahr soll das Projekt auf 20.000 Versicherte, 75 Ärzte und Apotheken ausgeweitet werden, teilte die Knappschaft in Bottrop mit.

Nach den Plänen der Bundesregierung sollen 2007 alle rund 80 Mill. Versicherten in Deutschland über die Gesundheitskarte verfügen: zunächst mit elektronischem Rezept, später mit Notfallinformationen und Angaben über Medikamentenunverträglichkeiten und chronischen Erkrankungen.

In Bottrop wird auch eine elektronische Patientenakte getestet, die Medizinern Einblick in die Diagnose- und Behandlungshistorie gibt. Die Voll-Version der elektronischen Gesundheitskarte soll an die Zustimmung des Versicherten geknüpft sein. In Arztpraxen und Krankenhäusern können Versicherte mit Karte und einer Geheimnummer jederzeit auf die zu ihrer Person gespeicherten Daten zugreifen.

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