Gesundheitswesen als IT-Wachstumsmarkt
Der Laptop warnt vor Nebenwirkungen

Jede dritte deutsche Klinik muss dichtmachen, wenn sie nicht deutlich die Kosten drückt, heißt es in einer aktuellen Studie von McKinsey. Informationstechnologie im Krankenhaus kann nicht nur vor dem wirtschaftlichen Exitus bewahren, sondern auch die Behandlung deutlich verbessern.

DÜSSELDORF. Wie das in der Praxis funktioniert, wird derzeit an der Asklepios Klinik Barmbek erprobt. Intel und Microsoft haben die gesamte Klinik vernetzt. Wurde bislang durch eine moderne IT eher die Verwaltung auf Trab gebracht, greift die Technik jetzt in den Behandlungsalltag ein. Ärzte können Röntgenaufnahmen, CT-Bilder oder Laborbefunde auf einem kabellosen tragbaren Computer einsehen. Die Asklepios Klinik rechnet damit, durch die mobile Kommunikation ihre laufenden Kosten um 20 Prozent zu senken.

Vergleichbare Systeme werden an verschiedenen deutschen Kliniken erprobt oder gehören in Teilen schon zum Alltag. Entsprechend aktiv auf dem Gebiet der IT-Lösungen im Krankenhaus sind auch die großen Medizintechnikhersteller General Electric, Philips und Siemens. Sie arbeiten daran, Geräte mit dem Krankenhausinformationssystem (KIS) zu vernetzen, um Medienbrüche zu verhindern. Siemens hat dafür mit Syngo und Soarian passende Software entwickelt. "Die beiden Systeme verbinden den klinisch-administrativen Workflow mit den diagnostisch-therapeutischen Prozessen in der Radiologie", erläutert Siemens-Sprecherin Bianca Braun.

Über Soarian werden Patientendaten innerhalb eines Krankenhauses, aber auch mit einweisenden Ärzten, Apotheken und anderen Einrichtungen des Gesundheitssystems ausgetauscht. Bereits bei der Einlieferung eines Patienten wird im System eine digitale Patientenakte angelegt, in der fortan alle Daten, Bilder, Laborwerte und Befunde gespeichert werden. Außerdem überprüft das System die verabreichten Medikamente und warnt bei Kontraindikationen oder Wechselwirkungen. Der Materialverbrauch wird zudem automatisch an das Warenwirtschaftssystem übermittelt. Mehr als 300 Kliniken weltweit arbeiten mit Soarian.

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