Gezielte Angriffe
Hacker erpressen Unternehmen

Bei Virenautoren kommen gezielte Angriffe auf Unternehmensnetze immer stärker in Mode. Die bisherigen Schäden liegen über 100 Mill. Euro.

hiz DÜSSELDORF. Eine  Untersuchung der Sicherheits-Fachleute von Panda-Software zeigt, dass gezielte Angriffe auf Unternehmensnetzwerke deutlich zunehmen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Schädlingsangriffen, die für eine massive Verbreitung auf möglichst vielen Systemen ausgelegt sind, richten sich gezielte Attacken auf ganz bestimmte Umgebungen. Solche Angriffe auf große Unternehmensnetzwerke werden präzise vorbereitet. Die Entwicklung und der Einsatz maßgeschneiderter Angriffsprogramme lohnt sich, denn ein für den Hacker erfolgreicher Beutezug in größeren Firmen bedeutet hohe finanzielle Gewinne. Auftraggeber sind meistens organisierte Gruppen oder Konkurrenzunternehmen.

Der Ablauf ist in fast allen Fällen identisch. Der Hacker baut ein so genanntes  Botnetzwerk auf. Dabei handelt es sich um verseuchte Rechner, die per Software vom Hacker ferngesteuert werden können. Dieses Botnetz wird an den Drahtzieher verkauft. Der wiederum kann das Unternehmen erpressen, sabotieren oder ausspionieren. Meistens fordern die Cyber-Kriminellen ein Lösegeld. Andernfalls drohen sie mittels einer  Denial of Service Attacke (DoS), das Firmennetz lahm zu legen. Bei stillen Attacken werden einfach Daten aus dem Unternehmensnetz entwendet und verkauft.

Angaben des SANS Institutes zufolge haben Fälle von Datendiebstahl in der Vergangenheit zu Verlusten in Höhe von 100 Mill. Euro geführt. Bedenkt man, dass diese Art von Kriminalität erst vor Kurzen aufgekommen ist, wird klar, dass diese Zahl in Zukunft massiv ansteigen wird. Außerdem sollte man die Dunkelziffer nicht außer Acht lassen, denn viele der Zwischenfälle werden aufgrund der Angst vor einem Imageverlust nicht gemeldet.

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