Google gegen Facebook
Ungleicher Kampf im sozialen Netz

Die Hacker-Gruppe Anonymous will ein soziales Netzwerk starten. Fürchten muss Platzhirsch Facebook die Plattform der Anonymen nicht. Ein anderer Konkurrent könnte dem Zuckerberg-Imperium schon eher gefährlich werden.
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DüsseldorfNach Google startet nun auch die Hacker-Gruppe Anonymous ein eigenes soziales Netzwerk. Das Netzwerk Anonplus soll im Gegensatz zu Facebook und Google+ anonym und ohne jegliche Zensur genutzt werden können. Nachdem das Profil von Anonymous bei Google+ gelöscht wurde, entschlossen sich die Hacker, selbst zur Tat zu schreiten - mit einem Netzwerk, das künftig auch normalen Nutzern offen stehen soll.

Eine echte Gefahr für die Facebook-Dominanz ist das natürlich nicht, ebenso wenig wie das nicht-kommerzielle Diaspora-Projekt. Einzig Google+ wird derzeit eine realistische Chance eingeräumt, das Quasi-Monopol von Facebook mittelfristig brechen zu können. Der Suchmaschinengigant hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er sich auch gegen starken Widerstand durchsetzen kann - zuletzt beim Projekt Google Street View.

Dabei sah es lange so aus, als könne dem Platzhirschen bei den sozialen Netzwerken niemand mehr Konkurrenz machen. Die einst zahlreichen Facebook-Konkurrenten – vom deutschen Klon StudiVZ bis zum international ehemals großem MySpace – wurden nach und nach in die Ecke gedrängt.

Schon zehn Millionen Nutzer bei Google+

Google+ hingegen konnte schon in den ersten Wochen nach dem Start viele experimentierfreudige Nutzer gewinnen. Bei der Vorstellung der jüngsten Quartalszahlen präsentierte Google erstmals Zahlen: Demnach hat Google+ bislang zehn Millionen Nutzer gewinnen können – angesichts des Starts vor wenigen Wochen und einer immer noch laufenden Testphase ein Achtungserfolg.

Auf Augenhöhe mit Facebook ist Google+ damit noch lange nicht: Mehr als 750 Millionen Nutzer haben sich dort inzwischen weltweit angemeldet. Doch immerhin ist Googles zweiter Anlauf ins soziale Web schon deutlich erfolgreicher als der erste Versuch mit dem glorreich gescheiterten Netzwerk Google Buzz.

Der Erfolg hat gute Gründe. Denn anders als bei Buzz, das als technisch kompliziert galt und in ungünstiger Weise mit anderen Google-Diensten verwoben war, hat der Suchmaschinenriese mit Google+ tatsächlich ein Defizit von Facebook erkannt und auf sehr elegante Weise gelöst.

Facebooks Problem: Alle Freunde sind gleich

Denn bei Facebook sind alle Freunde gleich. Für das Teilen von Informationen auf der Pinnwand des Facebook-Profils wird das zum Problem, wenn sich unter den Freunden Personen befinden, die nicht unbedingt alles wissen sollten. Der eigene Chef braucht ja nicht unbedingt die Bilder von der letzten feucht-fröhlichen Party zu sehen - um nur ein Beispiel zu nennen.

Bei Google+ ist dieses Problem durch die Circles (Kreise) gelöst: Die eigenen Bekannten werden einfach in frei benennbare Circles sortiert, denen unterschiedliche Zugriffsfreiheiten auf die eigenen Daten eingeräumt werden können. Der Nutzer behält so die Freiheit, Nachrichten, Bilder oder Links mit der gesamten Öffentlichkeit oder nur mit bestimmten Circles zu teilen.

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Männliche Programmierer dominieren Google+

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  • "Denn bei Facebook sind alle Freunde gleich" - Stimmt so nicht. Auch dort kann jeder Freunde in Listen packen und es so einstellen, dass z.B. die Liste "Chef & Kollegen" auf Wunsch ausgewählte updates überhaupt nicht sehen. Bei google + ist es visuell nur besser und verständlicher angelegt.

  • ??? Bei FB kann man genauso bestimmte Personenkreise ausschließen ;)

  • so ganz stimmt das aber nicht mit den gleichen freunden bei facebook, auch dort kann man seine freunde listen zuordnen denen verschiedene berechtigungen zugrunde liegen - wer kann was sehen, für wen bin ich im chat verfügbar etc.!

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