Google kontra Yahoo, MSN und AOL: Instant Messaging und E-Mail werden verknüpft

Google kontra Yahoo, MSN und AOL
Instant Messaging und E-Mail werden verknüpft

Bislang sind Instant Messaging und E-Mail zwei getrennte Kommunikationsdienste. Das will Google nun ändern und verbindet beide Welten. Damit will sich der Suchmaschinenspezialist auch im Wettbewerb mit Yahoo, MSN und AOL absetzen.

HB SAN FRANCISCO. Das am Dienstag vorgestellte neue Angebot zeigt den Nutzern von Gmail, des Mail-Angebots von Google, in einer Liste die bisherigen Kontakte und wer von ihnen gerade online und ansprechbar ist. Der automatische Hinweis, wer von den Freunden oder Kollegen im Internet ist, war bislang das Markenzeichen der Echtzeitkommunikation mit Instant Messaging (IM).

Mit der Verbindung von E-Mail und IM in einem Browserfenster entfällt die Notwendigkeit, ein weiteres Programm zu öffnen, wenn man sofort mit einer der Personen sprechen will, die online sind. Die neuen Funktionen sollten noch am Dienstag in einigen Gmail-Konten auftauchen und in einigen Wochen allen Nutzern zur Verfügung stehen, wie Google-Manager Salar Kamangar mitteilte. Die künstliche Trennung zwischen E-Mail und Chat sei einfach nicht sinnvoll, erklärte Kamangar. "Die Menschen wollen keine zwei Kontaktlisten für E-Mail und Chat." Das ganze funktioniert aber nur, wenn alle Beteiligten Gmail oder ein kompatibles Angebot nutzen.

Die Annehmlichkeit, beide Kommunikationsformen übersichtlich in einem Browserfenster zu haben, soll Nutzer von den großen Rivalen und Marktführern Yahoo, MSN und AOL weglocken. Google beherrscht zwar seit Jahren den Markt der Suchmaschinen, mit Kommunikationsangeboten startete der Konzern aber erst recht spät. Erst im April 2004 kam Gmail, Instant Messaging gibt es sogar erst seit August vergangenen Jahres. Die Kommunikationsangebote stärken aber die Kundenbindung und sind für die Nutzer ein Anlass, eine Web-Site häufiger zu besuchen.

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