Green-IT
„Grüne“ Rechner brillieren als Kostenkiller

Immer mehr Unternehmen setzen in der Krise auf effiziente Technologien: Dabei betrachten sie die sogenannte "Green IT" sehr nüchtern. Die Unternehmen erhoffen sich nicht nur einen Image-Gewinn, sondern vor allem geringere Kosten und höheren Umsatz.

MÜNCHEN/DÜSSELDORF. Vor einem Jahr war es das große Thema auf der Computermesse Cebit: "Green IT". Hatten die Marketingabteilungen der Anbieter bis dahin vor allem mit technischen Vorteilen ihrer Produkte geworben, so zielten sie jetzt auf das Umweltbewusstsein ihrer Kunden. Inzwischen zeigt sich: Das Konzept geht auf - allerdings ganz anders als gedacht. Die Käufer interessieren sich weniger für umweltfreundliche Informationstechniken, weil sie dadurch etwas Gutes tun. Im Vordergrund steht, dass Rechenzentren durch moderne Hard- und Software weniger Strom verbrauchen und damit in der Krise die Ausgaben fallen.

"Die Nachfrage ist ganz klar da, weil die Unternehmen die Möglichkeiten zur Kostensenkung erkannt haben", sagt Jan Stenger von der Unternehmensberatung A.T. Kearney. Vor allem große Konzerne sowie die Betreiber von Rechenzentren seien auf den Zug aufgesprungen.

Das hat seinen Grund: Derzeit gibt es im Bundesgebiet mehr als 50 000 große Rechenzentren. Um diese Anlagen zu versorgen, müssen die Stromproduzenten drei Kohlekraftwerke betreiben. Nur die Hälfte des Energieverbrauchs geht dabei in die eigentliche IT, den Rest verschlingt unter anderem die Kühlung der Rechner.

Hauptwerkzeug für die grüne Technik ist zurzeit die sogenannte Virtualisierung. Sie macht sich in der Regel innerhalb von anderthalb Jahren bezahlt. Dabei handelt es sich um Software, mit der sich die Netzwerkrechner, sogenannte Server, besser auslasten lassen. So werden mithilfe der Programme mehrere virtuelle Server auf einer einzigen Maschine eingerichtet. Der Energieverbrauch sinkt dadurch durchschnittlich 14 Prozent, wie eine Untersuchung der Beratungsfirma Accenture zeigt.

"In Deutschland betrachten Unternehmen Green IT sehr nüchtern", sagt Accenture-Berater Rolf Kühn. "Sie erhoffen sich nicht nur einen Image-Gewinn, sondern auch geringere Kosten und höheren Umsatz." Für die Senkung des Energieverbrauchs durch den Einsatz effizienter Technologien sehe es deshalb auch im Krisenjahr 2009 gut aus, so die Marktforscher von IDC.

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