Hacker-Attacken
Mehr als jede zweite Cyber-Spionage kommt aus China

Jede zweite Spionage-Attacke auf deutsche Behörden-Computer kam 2010 aus China, erklärte das Bundesinnenministerium am Dienstag. Die Zahl der Attacken auf Regierungs- und Behördennetze sei deutlich gestiegen.
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HB BERLIN. Das Bundesinnenministerium erklärte am Dienstag, nach Erkenntnissen des Bundesamtes für Verfassungsschutz seien „deutlich über die Hälfte der identifizierungsfähigen elektronischen Angriffe mit unterschiedlicher Nachweisintensität auf staatliche Stellen in der Volksrepublik China zurückzuführen“.

Die genaue Zahl wollte das Ministerium „mit Rücksicht auf die angewandte Methodik der Erkenntnisgewinnung“ nicht öffentlich kommunizieren. Im kommenden Jahr will sich die Bundesregierung sehr intensiv mit diesen „Cyber-Attacken“ befassen. Dann soll ein sogenanntes nationales Cyber-Abwehr-Zentrum geschaffen werden. Dort wird dann das Wissen von Geheimdiensten, Bundeskriminalamt, Bundesämtern und Wirtschaft gebündelt.

„Es gibt eine deutliche Zunahme dieser sogenannten elektronischen Angriffe auf deutsche Regierungs- und Behördennetze“, berichtete der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Stefan Paris, bereits am Montag in Berlin. Von Januar bis September 2010 seien rund 1 600 Fälle entdeckt worden. Im ganzen Jahr 2009 seien es 900 gewesen.

Paris kündigte an, die Bundesregierung wolle sich 2011 sehr intensiv mit dem Thema der sogenannten Cyber-Attacken befassen. Für das kommende Jahr sei geplant, ein sogenanntes nationales Cyber-Abwehr-Zentrum zu schaffen. Dort soll Wissen gebündelt werden.

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