Hackerangriff auf IWF
Experten zeigen mit dem Finger auf China

Vorerst bleibt es ein Mysterium, wer hinter den jüngsten Hacker-Angriffen auf den Internationalen Währungsfonds stecken könnte. Doch IT- und Sicherheitsexperten haben einen altbekannten Verdächtigen im Auge: China.
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WashingtonDie sensiblen Informationen im Besitz des Internationalen Währungsfonds (IWF) wie etwa Details über Kreditprogramme für Krisenstaaten haben marktbewegende Macht. „Politisches Dynamit in vielen Ländern“ seien die Abkommen über Finanzhilfen, sagte ein IWF-Mitarbeiter der „New York Times“. Umso dringender ist die Suche nach den Tätern. Experten haben jetzt den ersten Verdacht geschöpft: China.

Seit Anfang des Monats hatten sich die Warnungen gehäuft. „Wichtig: Virusattacken“, hieß es am 1. Juni in einer E-Mail der Technologieabteilung des Internationalen Währungsfonds (IWF) an die Belegschaft. Wenige Tage später dann ist in einem Memo von „verdächtigen Datentransfers“ die Rede. Am 9. Juni warnte laut der Finanznachrichtenagentur Bloomberg IT-Chef Jonathan Palmer vor „verstärkter Phishing-Aktivität“, also Datenklau. Doch da war es wohl schon zu spät. Bereits vor Wochen sollen die Hacker zugeschlagen haben.

„Ausgeklügelt und ernst“ sei die Cyberattacke gewesen, sagte ein Insider der „New York Times“. Eine „große Menge“ Daten sei verschwunden, heißt es. Solche Vorfälle häufen sich in letzter Zeit: „In den vergangenen Jahren hat sich ein Muster von Cyber-Spionage gegen wichtige wirtschaftspolitische Institutionen abgezeichnet“, schrieb die „Washington Post“.

Einige Experten vermuten den Goliath in Fernost dahinter. „Attacken haben oft mit Entscheidungen in Bereichen wie der chinesischen Währungspolitik oder Handelspraktiken zu tun“, sagte John Mallery, Cyberexperte am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT), der Zeitung. Vor zwei Jahren seien vor einer Runde von wirtschaftspolitischen Beratungen Washingtons mit Peking sensible Daten aus den Computern hoher Beamter des US-Finanzministeriums gestohlen worden. Auch hier vermuten Ermittler die Drahtzieher in der Volksrepublik.

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„Solch eine Malware hat man zuvor noch nicht gesehen“

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