Halbwertzeit von IT-Strategien schrumpft
IT-Strategien gelten maximal zwei Jahre

Eine Studie zeigt, dass IT-Manager ihre Strategie häufig den Gegebenheiten anpassen müssen. Schnelle Innovationszyklen und Sparzwänge vereiteln langfristige Planungen.

hiz DÜSSELDORF. Eine Studie des Marktforschungsinstitutes "Vanson Bourne" zeigt, dass deutsche IT-Leiter mehrheitlich die Langfristigkeit ihrer IT-Strategien gefährdet sehen. Die Umfrage bei 840 IT-Verantwortlichen aus 21 Ländern (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) belegt, dass 59 Prozent der deutschen CIOs sich nicht sicher sind, ob ihre momentane IT-Strategie innerhalb der nächsten zwei Jahre noch gelten wird. Während für Unternehmensstrategien in der Regel Zeiträume von vier bis acht Jahren gelten, scheint dies, nach Ansicht der Marktforscher, für die Informationstechnologie nicht zuzutreffen. Die Studie "European Storage Index", die von Hitachi Data Systems beauftragt wurde, zeigt, dass gerade die deutschen IT-Verantwortlichen sich im Vergleich zu ihren internationalen Kollegen besonders kritisch über die Langlebigkeit ihrer Strategien äußern. Im Jahr 2003 waren sich immerhin noch 61 Prozent der deutschen IT-Manager sicher, dass ihre Planungen die nächsten zwei Jahre überleben werden.

Als Ursache dieser Entwicklung sieht Michael Speck, Geschäftsführer von Hitachi Data Systems Deutschland, zwei Gründe: "Die Technologiezyklen sind in der IT sehr kurz. Langfristige IT-Strategien können daher nur vorbehaltlich der technologischen Entwicklung entworfen werden. Zudem hat sich im Bereich IT durch die Sparmaßnahmen der letzten drei Jahre ein großer Investitionsstau aufgebaut. Letztendlich werden die Unternehmen aber in den nächsten zwei Jahren wieder in die IT investieren müssen, um ihre Kosten langfristig zu senken und somit konkurrenzfähig zu bleiben."

Effizienter Ressourceneinsatz und Kostensenkungen beschäftigen die CIOs in allen Bereichen der Hard- und Software. So bauen immer mehr Verantwortliche auch bei der Datenspeicherung auf offene Standards. Die Studie zeigt, dass die IT-Leiter hoffen durch offene Standards das Zusammenspiel unterschiedlicher Speichersysteme zu ermöglichen. Bereits 47 Prozent aller befragten CIOs rechnen mit einer Umsetzung innerhalb der nächsten zwei Jahre. Dabei planen 15 Prozent die Massenspeicher in so genannten virtuellen Pools zusammenzufassen und dadurch die vorhandenen Ressourcen besser zu nutzen.

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