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Hamburger können digitales Votum bei Bundestagswahl testen

Hamburg übernimmt eine Vorreiterrolle bei der digitalen Wahl. Deutschlandweit könnten erstmals Bürger in zwei Wahllokalen der Hansestadt bei der Bundestagswahl am 18. September einen elektronischen Stift ausprobieren, sagte der Sprecher der Innenbehörde, Marco Haase, am Freitag in Hamburg.

dpa/lno HAMBURG. Hamburg übernimmt eine Vorreiterrolle bei der digitalen Wahl. Deutschlandweit könnten erstmals Bürger in zwei Wahllokalen der Hansestadt bei der Bundestagswahl am 18. September einen elektronischen Stift ausprobieren, sagte der Sprecher der Innenbehörde, Marco Haase, am Freitag in Hamburg.

Das Kreuz mit dem elektronischen Stift bleibe dabei ein reiner Test. Für die Bundestagswahl zählt auch in diesen Wahllokalen das Kreuzchen auf einem herkömmlichen Stimmzettel, der zusätzlich zum digitalen Votum ausgefüllt werden muss.

Von dem Versuch erhofft sich der Landswahlleiter Aufschlüsse über die Akzeptanz des digitalen Wählens. Denn vor der Bürgerschaftswahl 2008 denkt Hamburg schon jetzt über neue Möglichkeiten des Wählens nach. „Der elektronische Stift ist dabei eine Möglichkeit von mehreren, aber eine sehr realistische“, sagte Haase. Grund für die Überlegungen ist das neue Hamburger Wahlrecht. Danach können die Hamburger insgesamt zehn Stimmen an verschiedene Kandidaten und Parteien verteilen. „Wenn wir konventionell wählen und auszählen, werden wir mit Sicherheit um 19 Uhr mit der Auszählung fertig sein - aber nicht am selben Tag“, sagte Landeswahlleiter Willi Beiß.

Am Tag der Bundestagswahl gibt der Wähler zunächst auf gewohnte Weise seine Stimme ab. Die rund 1900 Wähler in den Test-Wahllokalen im Stadtteil Wandsbek haben anschließend die Möglichkeit, in einem anderen Raum zusätzlich digital zu wählen. Auf extra gedruckten Stimmzetteln machen sie dabei mit dem elektronischen Stift ihr Kreuz. Dieser Stift sieht aus wie ein Kugelschreiber, die eingebaute Kamera registriert jedoch das Kreuz zusätzlich. Während der Stimmzettel in eine extra Urne geworfen wird und zum Abgleich ausgewertet wird, liest der Wahlvorstand die Daten des Stiftes in einem Rechner ein und zählt die Stimmen so aus.

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