Handelsblatt-Gespräch
Verisign geht im Streit um Sitefinder auf Icann zu

Der US-Internetdienstleister gibt zu, dass es bei der Einführung des umstrittenen Suchdienstes "Fehler in der Kommunikation" gab.

MÜNCHEN. Der kalifornische Internetdienstleister Verisign wird alle zukünftigen Schritte im Zusammenhang mit seinem umstrittenen Suchdienst Sitefinder mit der Internet-Verwaltung Icann koordinieren. Das erklärte Europa-Chef Francois Stieger dem Handelsblatt. Verisign ist von Icann mit der Verwaltung der Internet-Adress-Endungen.com und .net beauftragt und hatte im September einen Web-Suchdienst gestartet, der alle fehlerhaften Benutzeranfragen auf ein eigenes Verzeichnis-Portal umlenkte. Nach massiven Protesten nahm Verisign den Sitefinder wieder vom Netz.

Kritisiert wurde von der Internetgemeinde insbesondere, dass es durch den Sitefinder nicht mehr möglich sei, unerwünschte Werbe-Mails (Spam) anhand ungültiger Absender-Domains auszusortieren. Deutschland-Geschäftsführer Marcus Ross sagte, man habe bei technischen Voruntersuchungen festgestellt, dass nur drei Prozent aller Spam-Mails von ungültigen Absenderadressen kämen. Es seien bei der Einführung des Sitefinders aber Fehler in der Kommunikation gemacht worden, gab Ross im Gespräch mit den Handelsblatt zu.

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